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Schläger greifen schlichtende Polizisten an

Am frühen Samstagmorgen haben circa 20 Vermummte bei der Reitschule in Bern Polizisten angegriffen. Diese mussten wegen einer Schlägerei eingreifen. Die Polizei äussert sich ungewohnt deutlich und fordert politische Massnahmen.

Die Schlägerei ereignete sich vor der Reitschule.
Die Schlägerei ereignete sich vor der Reitschule.
Beat Mathys

«Der Zustand ist nicht mehr tragbar», sagt Polizeisprecherin Daniela Sigrist nach einem erneuten Angriff auf Polizisten bei der Reitschule. Das jährliche Reitschulfest war in vollem Gang, als sich kurz vor vier Uhr am Samstagmorgen eine Schlägerei ereignete. «Eine Gruppe vertrieb eine andere, die auf dem Vorplatz Frauen belästigte», schreibt das Kulturzentrum in einer Mitteilung. «Zwei im Streifenwagen vorbeifahrende Polizisten sahen eine Massenschlägerei auf der Schützenmatte», berichtet Sigrist. Sie sahen laut Polizeimitteilung am Boden liegende Personen, die mit «Schlägen und Tritten traktiert» wurden. Vorerst gelang es der Polizei, die Kontrahenten zu trennen, dann geriet sie plötzlich selber ins Visier: «Circa 20 Personen vermummten sich. Sie griffen die Polizisten mit Pfefferspray und Flaschenwürfen an.» Um sich zu schützen, hätten die Polizisten Gummischrot eingesetzt. Die Reitschule betont, nur dank sofortigem Einsatz der Reitschulbetreiber und «umgehendem telefonischem Kontakt mit der Einsatzleitung» habe sich die Situation entschärfen lassen. Im Übrigen hätten die meisten der Festbesucher vom halbstündigen Vorfall nichts bemerkt. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich noch mehrere 100 Personen auf dem Areal befunden.

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