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Schlosswiler Gewissen im neuen Gemeinderat

Seit Jahresbeginn gehört Schlosswil zu Grosshöchstetten. Im neuen Gemeinderat wurden jüngst die Ressorts verteilt. Die Schlosswiler Vertreter erhalten keine eigenen.

Tempi passati: Schlosswil ist keine eigene Gemeinde mehr.
Tempi passati: Schlosswil ist keine eigene Gemeinde mehr.
Beat Mathys

Ein Jahreswechsel markiert immer den Auftakt neuer Zeitrechnungen. Beispiele gefällig? Es dauert noch wenige Stunden bis zum ersten Wochenende im jungen Jahr. Rund fünf Monate bis zum Eröffnungsspiel der Fussball-WM. Knapp zwölf Monate bis Weihnachten. In Grosshöchstetten hat 2018 gar eine neue Ära eingeläutet: Seit fünf Tagen ist das Nachbardorf Schlosswil offizieller Ortsteil.

Ebenso lange wie mit Christine Hofer erstmals eine Gemeindepräsidentin im Amt ist. Und eben ist der frisch gewählte Gemeinderat in eine vierjährige Legislatur gestartet. In eben­diesem Rat wurden jüngst auch die Verantwortlichkeiten verteilt. Zwei Herren gingen dabei – auf den ersten Blick – leer aus. Die beiden Schlosswiler Vertreter.

«Bewusster Entscheid»

Der Höchstetter Gemeinderat zählt während dieser Legislatur ausnahmsweise neun statt sieben Mitglieder. Grund ist die Fusion mit Schlosswil, das keine eigene Kommunalregierung mehr stellt, dafür zwei fixe Vertreter in Grosshöchstetten: Markus Geist, den letzten Gemeindepräsidenten Schlosswils, sowie Stefan Graf. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Ressorts unverändert. Heisst unter dem Strich: neun Personen, sieben Posten.

Geist und Graf erhalten keine dieser Posten. Stattdessen wird Geist Vizegemeindepräsident, Graf stellvertretender Leiter im Liegenschaftsressort. «Ein bewusster Entscheid, der schon seit den Fusionsabklärungen feststeht», sagte Geist noch im alten Jahr. Und betonte, es gehe nicht darum, ihn oder Schlosswil zu schneiden.

Schlosswil als Knacknuss

Die Idee ist, dass der Gesamt­gemeinderat einzelne Geschäfte aus verschiedenen Ressorts auf die Schlosswiler Vertreter überträgt. Das Duo Graf-Geist soll im Rat als Schlosswiler Gewissen agieren. Gemeindepräsidentin Christine Hofer (EVP): «Sie sollen uns Höchstetter sensibilisieren für die speziellen Umstände und Gegebenheiten des neuen Gemeindegebiets.» Die wichtigste Aufgabe der Schlosswiler sei der «Wissenstransfer»: Worauf ist Rücksicht zu nehmen? Welche Feste, Termine, Abläufe sollen bestehen bleiben?

Die Integration Schlosswils ist die erste Knacknuss der neuen Höchstetter Ära. Das meint auch Christine Hofer: «Wir wollen Schlosswil nichts überstülpen.» Allerdings würden schon wegen der Gemeindegrösse gewisse Dinge von nun an anders laufen als früher. «Aber wir werden sicher das Füfi auch mal grade sein lassen.»

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