Schönbeck ist Gott

Bern

Das Theater an der Effingerstrasse hat sein neues Programm vorgestellt. Darin gibt es alte Bekannte, neue Texte und viel Theater gewordene Bücher.

Kein Geringerer als Gott: Uwe Schönbeck wird in der nächsten Spielzeit in «Gott der Allmächtige» zu sehen sein.

Kein Geringerer als Gott: Uwe Schönbeck wird in der nächsten Spielzeit in «Gott der Allmächtige» zu sehen sein.

(Bild: Severin Nowacki (PD))

Michael Feller@mikefelloni

Romane für die Bühne: Das Erfolgsrezept ist im Theater an der Effingerstrasse bestens erprobt. Dennoch ist die geplante Uraufführung von Lukas Hartmanns «Ein Bild von Lydia» ein Coup.

Auf der Bestsellerliste

Hartmanns Geschichte über Lydia Welti-Escher, reiche Tochter des Eisenbahnpioniers Alfred Escher, Frau des Bundesratssohns Friedrich Emil Welti und Geliebte von Maler Karl Stauffer-Bern, ist ein Erfolg: Der Roman steht seit seinem Erscheinen im Februar auf der Schweizer Bestsellerliste. Bereits ein Jahr später wird «Ein Bild von Lydia» vom Theaterleiter Markus Keller adaptiert, am 23. März 2019 ist Uraufführung.

Die geplante Uraufführung von Lukas Hartmanns «Ein Bild von Lydia» ist ein Coup.

Neun Produktionen stehen in der nächsten Spielzeit im Theater an der Effingerstrasse an, darunter die Uraufführung einer jungen Theaterautorin. Meret Hasler (27) hat das Jugendstück «Das Treibhaus» geschrieben, das ab Januar gezeigt wird. Sie ist die erste Gewinnerin des Nachwuchswettbewerbs «Schreibstoff», den das Theater wieder durchführen will.

Lieblinge wieder dabei

Das Effinger-Publikum muss auch nächste Spielzeit nicht auf seine Lieblinge verzichten. Gilles Tschudi spielt in «Heisenberg» mit, einem Stück über den Phy­siker Werner Heisenberg, Heidi Maria Glössner mimt die weibliche Hauptrolle in der Uraufführung «Unsere Seelen bei Nacht» nach dem Roman von Kent Haruf. Und Uwe Schönbeck spielt Gott höchstpersönlich in «Gott der Allmächtige» von David Javerbaum.

Eröffnet wird die Spielzeit 2018/2019 mit «Agnes» von Peter Stamm. Es ist die zweitletzte unter Theaterleiter Markus Keller. Wer 2021 seine Nachfolge ­antritt, will das Theater diesen Herbst mitteilen.

Berner Zeitung

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