Schule sorgt für hitzige Diskussion

Münchenwiler Bürger kritisieren das Vorgehen des Gemeinderates im Zusammenhang mit der Schule.

Wie es mit der Schule Münchenwiler weitergeht, ist unklar.

Wie es mit der Schule Münchenwiler weitergeht, ist unklar.

(Bild: iStock)

Sheila Matti

Eigentlich fing die Versammlung mit guten Nachrichten an. Die Rechnung der Gemeinde Münchenwiler sei «aussergewöhnlich gut», verkündete Treuhänder Christoph Hügli. Doch auch dieses Zückerchen vermochte die Stimmung im Raum nicht aufzuhellen. Insbesondere die Eltern, die zur Gemeindeversammlung erschienen waren, schienen unzufrieden – und fest entschlossen, den Gemeinderat dies spüren zu lassen. Tuschelnd und mit verschränkten Armen folgten sie Hüglis Ausführungen.

Spannend wurde es erst, als Gemeinderätin Priska Marti zum Traktandum Verschiedenes überging. Zuerst präsentierte sie den Stand des Baubewilligungsverfahrens für den Schulcontainer. Dieser wird ein Jahr lang aufgestellt, um dem mangelnden Schulraum abzuhelfen.

So gewinnt die Gemeinde Zeit, während sie nach einer langfristigen Lösung sucht. Mögliche Varianten wären etwa ein Neubau oder die Auslagerung gewisser Stufen nach Murten. Auf diesen Prozess konzentrierte sich auch die Kritik der Anwesenden. Ein Mann etwa ärgerte sich, dass die Bevölkerung bei der Planung nicht mitreden könne. «Ich vermisse eine klare Vision», so sein Votum. Eine Frau stimmte ihm zu: «Ich finde es schwierig, wenn nur der Gemeinderat entscheidet und wir dann vor vollendete Tatsachen gestellt werden.»

Einige ergriffen aber auch die Partei für die Exekutivmitglieder. So erklärte etwa eine andere Frau, dass dies nun mal so sei: Die Variantenabklärung sei Aufgabe des Rates, das letzte Wort bleibe aber wie gewohnt bei den Stimmbürgern. Und ein Mann fand besonders deutliche Worte: «Hört auf, dem Gemeinderat ans Bein zu pinkeln!»

Priska Marti zeigt Verständnis für die Diskussion: «Die Schule ist ein sehr emotionales Thema.» Man wolle die Anwohner nun mittels Umfrage besser einbeziehen und klarer informieren. Eigentlich würden aber schon jetzt alle dasselbe Ziel verfolgen, so Marti: «Die Schule soll im Dorf bleiben.» Nur wie, das bleibt noch zu klären.

Berner Zeitung

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