Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Kurzfilm gewinnt «shnit»-Award

Am Sonntagabend ist die 6. Ausgabe des Kurzfilmfestivals «shnit» mit der Verleihung der «shnit-Awards» zu Ende gegangen. Die Schweiz und Bern gingen dabei nicht leer aus: Den Real Time Filmwettstreit gewann der Berner Regisseur David Fonjallaz und im internationalen Wettbewerb gingen die Preise an eine weissrussische, kanadische und eine Schweizer Produktion.

Der mit 13’000 Franken dotierte «Long John» für Filme über zehn Minuten konnte Ivana Lalovic für «Ich träume nicht auf Deutsch» entgegennehmen. Der in der Schweiz produzierte Film handelt von einer jungen Bosnierin, die in Sarajevo einen Mann kennen lernt und feststellt, dass es sich um ihren Vater handelt, der in den Wirren des Krieges in die Schweiz geflüchtet ist und Frau und Kind zurückgelassen hat.

Bei den vier- bis zehnminütigen Kurzfilmen ging der «Magic Jack» im Wert von 10’000 Franken an «The Facts in the Case of Mister Hollow» von Rodrigo Gudiño. Der kanadische Animationsfilm dreht sich um die dunklen Geheimnisse, die sich hinter einer alten, vergilbten Fotografie verstecken. Ein Animationsfilm siegte auch in der Kategorie der Filme unter vier Minuten. Die Weissrussin Yulia Ruditskaya darf sich mit «Three Angels» über den «Smart Joe» und ein Preisgeld von 7’000 Franken freuen. Der Film interpretiert ein traditionelles weissrussisches Lied mit eindrücklichen Bildern.

Als bester Schweizer Kurzfilm wurde «Nachglühen» von Lisa Blatter ausgezeichnet. Der melancholische Film handelt von Trauer, Einsamkeit und Liebe. Heiter hingegen der Gewinner des Publikumspreis: «Antje und wir» von Felis Stienz aus Berlin erzählt die Geschichte von acht jungen Menschen und ihren Erlebnissen mit Antje.

Am «shnit» wurden nicht nur Kurzfilme gezeigt, sondern auch gedreht. Im Real Time Filmwettbewerb siegte der Berner David Fonjallaz mit seiner filmischen Umsetzung der Kurzgeschichte «Vom ufhöre rouke» von Pedro Lenz.

Die Festivalleitung zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Trotz milden Temperaturen zog es die Kurzfilmfans in die Kinosäle. Insgesamt 15’000 Personen besuchten das fünftägige Festival. «Shnit ist in Bern mittlerweile zu einem der grössten Kulturanlässe herangewachsen und wir haben es geschafft, 2008 noch einmal mehr Menschen für Kurzfilme zu begeistern als im Vorjahr», so Mike Bucher von der Festivalleitung. Erstmals konnte «shnit» dieses Jahr Filmliebhaber aus der ganzen Schweiz nach Bern locken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch