Zum Hauptinhalt springen

Seepolizei blickt ans andere Ufer

Das neue ­Bootshaus für die Seepolizei am Wohlensee soll auf der Stadtberner Seite des ­Stegmattstegs errichtet werden. Nach dem Schiffbruch in Hinterkappelen nimmt das Amt für Grundstücke und Gebäude einen neuen Anlauf.

Statt auf dem Badeplatz in Hinterkappelen (im Vordergrund) soll das neue Bootshaus auf der anderen Seite des ­Stegmattsteges gebaut werden.
Statt auf dem Badeplatz in Hinterkappelen (im Vordergrund) soll das neue Bootshaus auf der anderen Seite des ­Stegmattsteges gebaut werden.
Urs Baumann

Der Aufschrei in Hinterkappelen war gross im Frühling 2016. Damals legte das Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG) des Kantons Bern das Bauprojekt für ein neues Bootshaus der Seepolizei auf. Ausgerechnet auf dem bei der Bevölkerung beliebten Badeplatz am Nordende des Stegmattstegs. Die Leute fühlten sich vor den Kopf gestossen.

Die Verantwortlichen des Kantons mussten an einem Informationsabend heftige Kritik einstecken. Über 1500 Personen unterschrieben eine Petition gegen das Bauprojekt, mehrere Einsprachen gingen ein. Ebenfalls der Wohlener Gemeinderat bekam sein Fett ab. Er hatte den Standort auf dem Badeplatz durch einen Landabtausch erst ermöglicht. Er befürchtete, dass der Polizeiposten in Hinterkappelen geschlossen würde, sollte die Seepolizei wegziehen.

Zu grosser Widerstand

Nach verschiedenen Gesprächen am runden Tisch mit allen Beteiligten (Kanton, Seepolizei, Petitionäre, Gemeinde, Umweltverbände) liess das AGG im letzten Oktober das Projekt auf der Nord­seite des Wohlensees in Hinterkappelen fallen.

Im Moment prüft das Amt für Grundstücke und Gebäude alternative Standorte auf der anderen Seeseite beim Stegmattsteg, auf Stadtberner Boden. Denn der Bedarf der Seepolizei für ein neues Bootshaus sei unbestritten, sagt Christa Niggli, Abteilungsleite­rin Bauprojektmanagement beim AGG. Aktuell ist die Seepolizei in einem privaten Bootshaus eingemietet, weil das eigene in der ­Inselrainbucht verlandet ist. Die nun geprüften Standorte im Bereich des Südendes des Stegmattstegs wurden schon einmal angeschaut. Bei der Evaluation erwies sich der Standort in Hinterkappelen aber als der am besten geeignete für ein neues Bootshaus.

Auf gutem Weg

Man sei auf gutem Weg, aber ein neues Projekt sei noch «nicht spruchreif», betont Christa Niggli. Es würden noch Gespräche mit Landeigentümern und Behörden laufen. Erst dann werde sich zeigen, welche Möglichkeit sich auch realisieren lasse. Niggli hofft, dass sie in diesem Herbst konkretere Aussagen zum neuen Projekt machen kann.

Die Anforderungen an den Standort sind unverändert. Er muss eine gute Zufahrt für die Einsatzfahrzeuge von Polizei und Sanität aufweisen. Auch vom Raumprogramm her – drei gedeckte Plätze für Einsatzboote von Seepolizei und Sanitätspolizei sowie Lagerraum – ändere sich nichts gegenüber dem Projekt in Hinterkappelen, sagt Christa Niggli. Ebenfalls klar ist, dass es Ausnahmebewilligungen braucht, um das neue Bootshaus am Ufer des Wohlensees zu realisieren.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch