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«Sicherheit ist immer gewährleistet»

Peter Bischoff, der Sicherheitsverantwortliche des SCB, verspricht Absperrungen für die Fanblöcke und bauliche Massnahmen gegen Wurfgegenstände. Mit Hilfe von Videokameras sollen Störenfriede rechtzeitig erkannt werden.

Ende Oktober kam es beim Spiel Bern - Biel zu Fanscharmützeln im Stadion. Am Samstag ist Fribourg-Gottéron zu Gast – auch dies ein Risikospiel: Wie sicher ist die Postfinance-Arena?

Die Sicherheit der Matchbesucher ist jederzeit gewährleistet. Unsere Sicherheitsleute hatten die Situation auch beim Spiel gegen Biel sehr rasch unter Kontrolle. Solche Vorkommnisse ärgern mich selber am allermeisten. Was dort passiert ist, gehört nicht in ein Sportstadion.

Was ist passiert?

Es gab schon während des Spiels gegenseitige Provokationen. Nach dem Schlusspfiff haben die Biel-Fans die Konfrontation mit den SCB-Fans gesucht und sind in deren Sektor vorgedrungen.

Weshalb werden die Fans nicht getrennt?

Die Sektorentrennung auf den Stehplätzen ist auch für uns vordringlich. Bis zu den Playoffs werden wir entsprechende Massnahmen getroffen haben.

Warum hat es nicht von allem Anfang an Absperrungen zwischen den Fanblöcken gegeben?

Wir sind noch mitten im Umbau. Solange es keinen eigenen Zugang, keinen Cateringstand und keine WC-Anlage für die Gäste gibt, können wir auch keine Absperrungen errichten.

Ein Ärgernis für Saisonkarteninhaber, die unter den Gästefans sitzen, sind die Wurfgegenstände.

Auch mich ärgert das. Wir suchen zurzeit mit der Bauherrin HRS und mit den Architekten eine Lösung, um diese Gegenstandswürfe zu unterbinden.

Ein Netz oder ein Dächlein wie in der alten Allmend-Halle würde doch schon reichen.

Das kleine Vordach, das es früher gab, hat vielleicht drei oder vier Sitzreihen geschützt. Der Rest sass trotzdem im Regen, wenn die Bierbecher flogen. Wir müssen auch an all die friedlichen Zuschauer denken. Denen wollen wir nicht unnötig die Sicht versperren. Wie gesagt: Wir sind daran, eine gute bauliche Lösung zu finden. Ausserdem wird eine neue Videoanlage installiert, mit der wir Störenfriede rasch erkennen.

Beim letzten Spiel gegen Biel wurde ein Broncos-Sicherheitsmitarbeiter verletzt. Es flogen Gegenstände. Bieler Fans haben die Papiermühlestrasse blockiert: Wie bereiten Sie sich auf solche Risikopartien vor?

Die Bieler sind in dieser Saison tatsächlich negativ aufgefallen. Solche Spiele verlangen von unseren Sicherheitsleuten sehr viel. Sie dürfen die Übersicht nicht verlieren und müssen verhältnismässig handeln. Wenn ein paar Hitzköpfe Bierbecher werfen, müssen unsere Leute zuerst den Dialog suchen und deeskalierend einwirken. Es soll ja nicht zur Massenschlägerei kommen, nur weil die Broncos nach einem Becherwurf intervenieren.

Wie hat sich die Fanszene insgesamt verändert?

Auseinandersetzungen und Provokationen hat es immer gegeben. In den 20 Jahren, in denen ich nun für die Sicherheit bei SCB-Spielen verantwortlich bin, habe ich aber festgestellt, dass die Hemmschwelle immer weiter sinkt. Gleichzeitig ist der Respekt vor gegnerischen Fans, vor Sicherheitsleuten, Offiziellen oder Polizisten praktisch nicht mehr vorhanden. Beim Spiel gegen Biel mussten unsere Sicherheitsleute einen Kameramann beschützen, weil er die Übergriffe der Fans filmte.

Wie wollen Sie garantieren, dass am Samstag gegen Gottéron nicht wieder Becher und Fäuste fliegen?

Garantieren kann ich das nicht. Aber ich kann versprechen, dass wir so gut auf das Spiel vorbereitet sein werden, dass die Sicherheit gewährleistet ist.

Haben Sie keine Angst davor, dass wirklich einmal etwas passiert?

Angst nicht, aber ich habe Respekt vor der Aufgabe. Ich habe volles Vertrauen in unsere Sicherheitsleute. Sie haben bewiesen, dass sie die Lage trotz der schwierigen baulichen Verhältnisse im Griff haben. Wenn der Umbau einmal abgeschlossen ist, wird die Sicherheit noch besser sein.

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