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Sie hiessen «Häfelischüler»

«Nur faule Mütter schicken ihre Kinder in den Kindergarten», sagte man einst. Heute ist er die erste wichtige Stufe unseres Bildungssystems. Das Schulmuseum Köniz zeigt in einer Sonderausstellung, wie er sich in der Schweiz entwickelt hat.

Früher waren Klassen mit über 30 Kindern normal: Kleine Mädchen und Buben eines Berner Kindergartens (1943).
Früher waren Klassen mit über 30 Kindern normal: Kleine Mädchen und Buben eines Berner Kindergartens (1943).
zvg

«Häfelischüler» nannte man früher die Kindergartenkinder und «Kinderbewahrerin» die Kindergärtnerin. Die Kleinen, die die Vorläufer des Kindergartens besuchten, mussten ihre Toilette auf dem Topf – dem «Häfeli» – erledigen. Zur Zeit der Industrialisierung waren viele von ihnen verwahrlost, weil die Eltern arbeiteten. So schickte man sie in «Kinderbewahranstalten», damit sie zumindest zu essen bekamen und zur Hygiene angehalten wurden. Spielen, Basteln oder ähnliche Beschäftigungen gehörten in den Anstalten nicht zur Tagesordnung.

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