Zum Hauptinhalt springen

Spanien-Freiwillige erhalten kein Denkmal in Bern

Die rund 800 Schweizerinnen und Schweizer, die in den 1930-er Jahren im spanischen Bürgerkrieg gegen das faschistische Regime von General Franco kämpften, erhalten kein Gedenkstätte in Bern.

Der Stadtrat lehnte am Donnerstag ein entsprechendes Postulat ab. Dr Prüfungsauftag stammte aus den Reihen des Grünen Bündnisses. Die Freiwilligen hätten sich für Freiheit und Demokratie und gegen den Faschismus eingesetzt, betonte Hasim Sancar. Bern als Bundesstadt wäre der richtige Ort, diese Menschen zu Ehren.

Unterstützung erhielt der Vorstoss aus dem rot-grünen Lager. Die Ehre kommt spät, für viele, die bereits gestorben sind, zu spät, bemerkte Conradin Conzetti (GFL). Ein solches Denkmal sei aber wichtig für das Geschichtsbewusstsein. Der Gemeinderat stellte sich ebenfalls hinter das das Postulat.

Widerstand gab es indessen von bürgerlicher Seite. Es sei entlarvend, wenn das Grüne Bündnis, das sich sonst so pazifistisch gebe, nun bewaffnete Kämpfer ehren wolle, sagte Philippe Müller (FDP).

Peter Wasserfallen von der SVP kritisierte, dass der spanische Bürgerkrieg keinen wirklichen Bezug zu Bern habe. Ablehnend äusserte sich auch die BDP/CVP-Fraktion und die GLP.

Der Stadtrat lehnte das Postulat äusserst knapp mit 30 zu 31 Stimmen ab.

SDA/tan

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch