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Spitex bricht mit Gewerkschaften

Die Spitex der Stadt Bern arbeitet nicht mehr mit den Gewerkschaften zusammen. Sie wirft diesen vor, nicht die Interessen des Personals zu vertreten.

Die Spitex Bern will nichts von den Gewerkschaften wissen.
Die Spitex Bern will nichts von den Gewerkschaften wissen.
Walter Pfäffli

Im Konflikt von Anfang Jahr um neue Arbeitsverträge seien die Gewerkschaften «entgegen der klaren Signale des Personals» zu keinen Kompromisssen bereit gewesen, schreibt die Spitex Bern in einer Mitteilung vom Freitag.

Sie sei auch irritiert darüber, dass sich Gewerkschaftsvertreter im bernischen Grossen Rat bei der Budgetdebatte für Kürzungen im Spitex-Bereich ausgesprochen hätten. Verhandlungen für einen allgemeinverbindlichen Branchen-Gesamtarbeitsvertrag will die Spitex Bern dennoch unterstützen.

Die Sektion Bern des Schweizerischen Berufsverbands der Pflegefachfrauen und -männer (SBK) und die Gewerkschaft VPOD reagierten «empört» auf die Mitteilung der Spitex Bern. Die Kündigung der Sozialpartnerschaft erfolge während eines laufenden Schlichtungsverfahrens zur Senkung der Nettolöhne bei der Spitex Bern.

Sie würden nun zusammen mit dem Spitex-Personal erörtern, wie auf diese Kündigung zu reagieren sei, schreiben die beiden Organisationen in einer Mitteilung.

Die Geschäftsleitung der Spitex Bern reagierte auf das jüngste Sparpaket des Kantons Bern mit einem Sparprogramm, dem von rund 450 Angestellten nur neun nicht zustimmten. Das teilte die Spitex Bern Mitte April mit. Für die Angestellten bedeutet dies im Schnitt 175 Franken weniger Lohn pro Monat.

Wie genau die Rolle der Personalvertretung gestärkt werde, sei noch offen, sagt Spitex-Geschäftsführer Philip Steiner auf Anfrage. Das werde nun mit den Personalvertretern besprochen.

SDA/cls

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