Stadt Bern errichtet Ruhestätte für Buddhisten

Auf dem Bremgartenfriedhof wurde ein buddhistisches Grabfeld eröffnet. Es beinhaltet zwei Urnenthemengräber in Form von Lotus-Blüten.

Unter einem Silberahorn: Ein Buddha bewacht das Grabfeld auf dem Bremgartenfriedhof.

Unter einem Silberahorn: Ein Buddha bewacht das Grabfeld auf dem Bremgartenfriedhof.

(Bild: Beat Mathys)

Als erste Stadt der Schweiz hat Bern eine Ruhestätte für Buddhistinnen und Buddhisten errichtet. Rund 150 Gäste wohnten am Donnerstag der feierlichen Eröffnungszeremonie auf dem Bremgartenfriedhof bei.

Die Stadtregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Angehörigen aller fünf Weltreligionen bedürfnisgerechte Bestattungsarten anzubieten. Als nächstes wird nun eine Abdankungsstelle für Hindus geschaffen.

Schon heute können auf dem Bremgartenfriedhof nebst Christen auch Muslime bestattet werden. Für sie existiert ein nach Mekka ausgerichtetes Grabfeld. Angehörige des Judentums finden ihre letzte Ruhe auf dem Jüdischen Friedhof Bern. Menschen ohne Religionszugehörigkeit können auf allen drei Berner Friedhöfen bestattet werden.

Lotus-Blüte als Ort des Friedens

Das neue Grabfeld für Buddhistinnen und Buddhisten beinhaltet zwei Urnenthemengräber in Form von Lotus-Blüten. In jeder Lotus-Blüte werden 30 Grabsockel für Blumenschmuck und Kerzen sowie schmale Aluplatten mit den eingravierten Namen entlang der Beetränder gesetzt.

Bepflanzt wurden die Lotus-Blüten mit verschiedenen weissblühenden Pflanzen. Auf dem Grabfeld steht ein grosser Silberahorn, dessen Erscheinungsbild an den im Buddhismus wichtigen Bodhi-Baum erinnert. Darunter steht eine Buddha-Statue, die der Interkulturelle Buddhistische Verein gespendet hat.

Als Bodhi-Baum wird die in Asien heimische Pappelfeige bezeichnet. Unter ihm wurde Buddha nach tagelanger Meditation erleuchtet.

flo/sda

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