Formel E: Stadt Bern in der Poleposition

Bern

Der Schweizer ­Lizenznehmer der Formel E sendet klare Signale: Die ­Kandidatur der Stadt Bern liegt gegenüber derjenigen von Lugano klar im Vorteil. Bis Mitte Oktober wird der Streckenverlauf klar sein.

Gute Chancen: Formel-E-Autos könnten im 2019 durch Bern flitzen.

Gute Chancen: Formel-E-Autos könnten im 2019 durch Bern flitzen.

(Bild: Keystone)

Die Stadt Bern hat bei der ­Vergabe des Formel-E-Rennens die bestmögliche Ausgangslage: «Die Kandidatur für 2019 der Stadt Bern steht für uns im Vordergrund», sagt Stephan Oehen, Sprecher der Swiss E-Prix Operations AG, welche die Schweizer Lizenz­nehmerin der Formel E ist. Das Unternehmen hat sich für ­mehrere Jahre das Recht gesichert, ein Rennen in der Schweiz zu organisieren.

Die Aussage von Oehen bedeutet, dass die Stadt Lugano, die ebenfalls eine Kandidatur vorbereitet, höchstens als Ersatzlösung infrage kommt. Dies für den Fall, dass die Kandidatur von Bern aus irgendeinem Grund scheitern sollte. Es wird also nicht zu einer Ausmarchung zwischen Bern und Lugano ­kommen, wie man es von der Vergabe von Olympischen Spielen her kennt.

Stadt hält sich bedeckt

Bei der Stadt Bern hält man sich bedeckt. Federführend ist ­Gemeinderat Reto Nause (CVP). Bei seiner Direktion heisst es, man sei mit Hochdruck daran, die offenen Fragen zu ­klären. Mehr will Sprecherin Léa ­Zürcher derzeit nicht sagen.

Im Vordergrund der Arbeiten steht die Fest­legung der Strecke. Offen ist ­dabei beispielsweise die Frage, ob diese über Brücken führen darf. Léa Zürcher will auch keinen Zeitpunkt nennen, wann die Stadt das Ergebnis ihrer Arbeiten präsentieren wird. Aber es ist klar, dass ein gewisser Zeitdruck besteht. Deshalb ist zu erwarten, dass die Stadt ihre Pläne in der ersten ­Oktoberhälfte vorstellen wird.

Juni steht im Vordergrund

Anschliessend wird es relativ schnell gehen, denn die inter­nationale Formel-E-Organisation will den Rennkalender in der zweiten Oktoberhälfte publizieren. Im Rennkalender fehlt derzeit für das reservierte Datum vom 9. Juni 2019 ein Veranstalter. Offenbar wird derzeit auch über Alternativdaten im Juni diskutiert. Die Stadtbehörden werden dabei zu berücksichtigen haben, dass am 16. Juni der Frauenlauf statt­findet.

sny

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