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Stadt Bern: Naturgefahrenplan in die Mitwirkung

Der Naturgefahrenplan für die Stadt Bern ist bis Ende Februar in der Mitwirkung. Der Plan soll Teil der baulichen Grundordnung werden. Voraussichtlich im Herbst 2018 kommt er inklusive der revidierten Bauordnung vors Volk.

Der zweite Tag vom Hochwasser 2005. Hier im Berner Mattequartier.
Der zweite Tag vom Hochwasser 2005. Hier im Berner Mattequartier.
Tomas Wüthrich

Die Stadt Bern schickt ihren Naturgefahrenplan in die öffentliche Mitwirkung. Der Plan zeigt auf, wo in der Stadt die Gefahr von Naturereignissen, wie etwa Hochwasser oder Hangrutsche, wie hoch ist.

Die Hochwasser von 1999 und 2005 zeigten, welch schwere Folgen Naturgefahren haben können. Um die Schäden möglichst gering zu halten, verlangte der Bund daraufhin schweizweit die Kartierung von Naturgefahren.

Das Hochwasser 2005 im Kanton Bern:

Brienz am Tag nach der grossen Jahrhundertkatastrophe: Ein Murgang des Glyssibachs tötete zwei Personen und zerstörte acht Häuser.
Brienz am Tag nach der grossen Jahrhundertkatastrophe: Ein Murgang des Glyssibachs tötete zwei Personen und zerstörte acht Häuser.
©zinnikerphotos/Foto:K.H.Hug
Manche Häuser in der Matte waren während dem Hochwasser 2005 für mehrere Tage nur noch per Boot zu erreichen.
Manche Häuser in der Matte waren während dem Hochwasser 2005 für mehrere Tage nur noch per Boot zu erreichen.
Tomas Wüthrich
Der Marktplatz in Oey war über deckt mit Steinen, Schlamm und Schwemmholz.
Der Marktplatz in Oey war über deckt mit Steinen, Schlamm und Schwemmholz.
Peter Rothacher
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In der Stadt Bern liegen die erheblich gefährdeten Gebiete naturgemäss entlang der Aare. Gebiete mit mittlerer Gefährdung finden sich ebenfalls häufig in Aarenähe.

Schon heute schreibt das kantonale Baugesetz vor, dass in der höchsten Gefahrenzone keine Bauten oder Anlagen errichtet oder erweitert werden dürfen, die dem Aufenthalt von Menschen oder Tieren dienen. In anderen Gefahrenzonen darf nur unter Auflagen gebaut werden.

Die Grundlage für den Stadtberner Naturgefahrenplan bildet die sogenannte synoptische Naturgefahrenkarte, die wiederum auf den vom Kanton anerkannten Naturgefahrenkarten beruht.

Der Naturgefahrenplan geht nun bis Anfang Februar 2017 in die öffentliche Mitwirkung. Der Plan soll Teil der baulichen Grundordnung und damit für Grundeigentümer verbindlich werden, wie der Stadtberner Gemeinderat am Mittwoch mitteilte.

Damit dies geschehen kann, braucht es eine Volksabstimmung über die revidierte Bauordnung und den Naturgefahrenplan. Der Urnengang ist für Herbst 2018 vorgesehen.

SDA/mbu

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