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Stadt Bern schützt verfolgte Autoren

Die Stadt Bern ist der Organisation «International Cities of Refuge Network» (ICORN) beigetreten. Damit ermöglicht sie den Aufenthalt von im Ausland verfolgten Autoren in Bern.

Mirjam Comtesse
60 europäische Städte und Regionen sind Mitglied des ICORN-Netzwerkes.
60 europäische Städte und Regionen sind Mitglied des ICORN-Netzwerkes.
Screenshot/icorn.org

Die Stadt Bern bietet dem jemenitischen Autor Firas Shamsan (32) seit dem 15. Januar Zuflucht. Dieser nahm im Arabischen Frühling an den Jugenddemonstrationen teil.

Als Shamsan sich später als Blogger und Journalist gegen gewaltsame Konflikte aussprach, wurde er angegriffen. Er floh nach Ägypten, wo er bei einem Gefängnisaufenthalt misshandelt und gefoltert wurde. Zuletzt lebte Firas Shamsan in Kuala Lumpur. Nun darf er mindestens ein Jahr lang in der Stadt Bern bleiben, mit Option auf Verlängerung auf zwei Jahre. «Wir freuen uns, dass Firas Shamsan hier einen geschützten Ort hat, an dem er schriftstellerisch arbeiten kann», betonte Stadtpräsident Alec von Graffenried auf Anfrage.

Hintergrund für die Aufnahme ist, dass Bern Anfang Jahr – als erste Schweizer Stadt – dem International Cities of Refuge Network (Icorn) beigetreten ist. Dessen Ziel ist es, jeweils einem im Ausland verfolgten Autor vorübergehend Zuflucht anzubieten. Icorn arbeitet mit dem Deutschschweizer PEN-Zentrum zusammen. Bern kostet die vorläufig vierjährige Mitgliedschaft 12000 Franken.

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