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Stadt Bern skizziert Wege in die AKW-freie Zukunft

Wärme und Strom in der Stadt Bern sollen im Jahr 2035 mehrheitlich von erneuerbaren Energieträgern stammen. Der Wärmeverbrauch soll zudem um einen Fünftel reduziert und die Zunahme des Stromverbrauchs verringert werden.

Sicherheitsdirektor Reto Nause erläutert die Bedeutung des Richtplanes.
Sicherheitsdirektor Reto Nause erläutert die Bedeutung des Richtplanes.
Stefan Anderegg

Wie die Stadt diese Ziele erreichen kann, wird im Richtplan Energie skizziert. Das Dokument wurde am Dienstag den Medien präsentiert und liegt von Anfang Juli bis Ende Oktober zur öffentlichen Mitwirkung auf.

Der Richtplan sei ein strategisches Instrument, um den Umbau der kommunalen Energieversorgung voranzutreiben, machte Sicherheitsdirektor Reto Nause deutlich. Die konkreten Umsetzungsschritte müssen aber noch definiert werden. Der Richtplan sei «ein Wegweiser, kein Kochbuch», heisst es in den Unterlagen.

Nach seiner Verabschiedung wird der Richtplan zunächst nur für Besitzer von öffentlichen Liegenschaften verbindlich sein. Für private Hausbesitzer dient er vor allem als Orientierungshilfe. In einer späteren Phase ist es denkbar, dass gewisse Teile des Richtplans ins Baureglement überführt werden.

Ziele bereits 2011 festgelegt

Auch eine Anpassung des Zonenplans kommt in Frage. Dann würden die Vorgaben auch für private Hausbesitzer verbindlich. Voraussetzung dafür wäre allerdings eine Volksabstimmung.

Die Energieziele für 2035 hat der Gemeinderat im vergangenen Juli festgelegt. So soll die Energieeffizienz gesteigert und der Wärmeverbrauch dadurch um 20 Prozent gegenüber 2008 gesenkt werden. Heizen möchte man dereinst zu 70 Prozent mit erneuerbaren Energieträgern. Heute stehen Öl und Gas im Vordergrund.

Beim Stromverbrauch sollen erneuerbare Energien einen Anteil von 80 Prozent erreichen. Heute wird mehrheitlich Strom aus Atom- und Wasserkraft bezogen. Die Stadtberner Stimmberechtigten sprachen sich aber im November 2010 dafür aus, dass der städtische Energieversorger ewb spätestens 2039 auf Atomenergie verzichtet.

SDA/dln

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