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Stadt umzonen und Nachtlärm eingrenzen

Alexander Tschäppät und Christoph Lerch äusserten sich im DRS1-Interview zur Berner Nachtleben-Problematik. Das Fazit: Eine Patentlösung gibt es nicht, aber eine Zonenänderung könnte sinnvoll sein.

Künftig nur noch in der Unteren Altstadt wohnen?
Künftig nur noch in der Unteren Altstadt wohnen?
Andreas Blatter

Wie der Stadtpräsident Alexander Tschäppät im Gespräch mit Radio DRS 1 sagt, sei eine Lösung mit der bestehenden Bauordnung unmöglich. Eine mögliche Lösung sieht er darin, indem nur noch die Untere Altstadt als Wohnzone genutzt werde und die Obere Altstadt nicht mehr. Nur so können die subjektiven Lärmklagen von Einzelpersonen, die es derzeit gebe, vermieden werden. Als Beispiel sei hier der Kläger über dem Klub «Bonsoir» in der Aarbergergasse genannt, der klagte, verlor und vor einem Jahr wegzog. Doch die Klage gegen den Klub wurde erst am Donnerstag fallengelassen.

Im Radiostudio zu Gast war neben Tschäppät auch der Berner Regierungsstatthalter Christoph Lerch. «Die Strategie mit der Zonenänderung gefällt mir gut», erklärt er. Das Regierungsstatthalteramt müsse oft eine Gratwanderung zwischen den Interessen der Nachtschwärmer, Klubbetreiber und den Lärmklägern machen. Lerch gibt das Missverhältnis zu, dass das Lärmschutzgesetz den Klägern starke Rechte einräume. Das subjektives Lärmempfinden sei ein Problem, wenn eine Person sich vom Lärm gestört fühlt.

Rund 10'000 Personen haben die Petition «Pro Nachtleben Bern» unterschrieben und erwarten Lösungsvorschläge. Tschäppät gibt sich gegenüber DRS1 zuversichtlich, dass Vorschläge noch vor den Wahlen im Herbst auf den Tisch liegen werden. Er gibt zu bedenken: «Eine Änderung der Raumordnung braucht Zeit und die Umsetzung dauert sicher zwei Jahre.»

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