Stadtrat erhöht Kredit für Begegnungszone in der Lorraine

Bern

Die Stadt Bern will die Lorrainestrasse zur Begegnungszone machen. Für die Projektierung hat der Berner Stadtrat den Kredit von 130'000 auf 550'000 Franken erhöht.

Von 130'000 auf 550'000 Franken hat der Berner Stadtrat am Donnerstag den Projektierungskredit über eine Begegnungszone im Berner Lorrainequartier erhöht. Dieser soll später in den Baukredit aufgenommen werden. Er deckt die Planung inklusive Baubewilligungsverfahren ab. Zuvor hat der Gemeinderat einen Kredit von 130'000 in eigener Kompetenz gesprochen.

Die Lorrainestrasse soll mit der Umwandlung in eine Begegnungszone sicherer und attraktiver werden. Das Projekt wurde mit öffentlicher Mitwirkung aufgegleist. Die Rückmeldungen aus dem Quartier und von verschiedenen Interessengruppen wurden gesammelt und im Konzept integriert. «Es gibt viel Zuspruch aus dem Quartier - gerade auch von vielen Gewerblern», sagte SP-Stadtrat Michael Sutter am Donnerstag.

Kritik kam mehrheitlich aus bürgerlichen Parteien. Sie störten sich vor allem an der Höhe des Kredits. Sämtliche Anträge der SVP waren im Stadtparlament chancenlos. Sie forderte unter anderem, keine Parkplätze aufzuheben und auf die Temp-20-Zone zu verzichten. Daniel Egloff (PdA) warnte derweil vor einer Gentrifizierungs-Spirale.

Plattformen für öffentliche Nutzung

Um die Strasse in eine Begegnungszone umzuwandeln, ist unter anderem geplant, die Strassenoberfläche zu sanieren. Zudem soll von der Einmündung Schulweg bis zur Einmündung Quartiergasse Tempo 20 gelten.

In diesem Bereich wird die Strasse mit einer kleinen Rampe auf ein leicht erhöhtes Niveau geführt. Mit dieser Massnahme sollen Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam gemacht werden, dass nun die Begegnungszone beginnt, schreibt der Gemeinderat in seiner Botschaft an das Parlament.

Die Anzahl Parkplätze soll soweit möglich erhalten bleiben. Das Konzept sieht zudem sogenannte Plattformen für die öffentliche Nutzung vor.

Der Start des Baubewilligungsverfahrens ist für 2018 geplant. Umgesetzt wird das Projekt voraussichtlich ab 2020.

mib/sda

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