Tempo 30, wenn die Amphibien wandern

Bern/Köniz

Während der Amphibienwanderzeit müssen Autofahrer auf dem Moosweg in Bern zeitweilig vom Gas – zur Sicherheit der freiwilligen Helfer.

Damit freiwillige Helfer, die Frösche und Kröten in Sicherheit bringen, selbst besser geschützt sind, verhängt die Stadt Bern am Moosweg eine temporäre Geschwindigkeitsdrosselung (Symbolbild/Heinz Diener)

Damit freiwillige Helfer, die Frösche und Kröten in Sicherheit bringen, selbst besser geschützt sind, verhängt die Stadt Bern am Moosweg eine temporäre Geschwindigkeitsdrosselung (Symbolbild/Heinz Diener)

Nein, die neue Geschwindigkeitslimite am Moosweg, welche die Stadt Bern am Dienstag erlassen hat, ist nicht tierlieb – jedenfalls nicht direkt: Denn mit der Reduktion von 60 auf 30 Kilometern pro Stunde sollen primär die Personen geschützt werden, welche auf das Wohl der Amphibien achten.

Seit vielen Jahren schützt ein Zaun in der Nähe der Familiengärten am Moosweg Frösche, Kröten und Konsorten auf deren Wanderung zum Laichplatz. Er verhindert, dass die Amphibien auf der Strasse zwischen der Rehag-Grube und dem Stägenwald überfahren werden.

Tempo 30 morgens und abends

Jeweils morgens und abends sammeln freiwillige Helfer die Tiere ein und transportieren sie wohlbehalten über die Strasse. Dabei kam es gelegentlich zu gefährlichen Situationen mit Autos, weshalb die Stadt nun handelt.

Die Tempodrosselung auf 30 Kilometer pro Stunde gilt jedoch nur während der Amphibienwanderzeit von Februar bis April, und nur während der Helfer-Einsätze, sprich morgens und abends.

Höchstgeschwindigkeit 30 statt 60 – zumindest zeitweise. Quelle: Google Street View.

mb/pd

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