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Tiefenau- und Zieglerspital sollen doch durch Neubau ersetzt werden

In Bern werden die zwischenzeitlich eingemotteten Pläne für den Bau eines neuen Stadtspitals wieder hervorgeholt. Dieses soll auf den Arealen des Tiefenau- oder des Zieglerspitals entstehen.

Sind sanierungsbedürftig: Das Ziegler- und das Tiefenauspital.
Sind sanierungsbedürftig: Das Ziegler- und das Tiefenauspital.
BZ

In Bern werden die zwischenzeitlich eingemotteten Pläne für den Bau eines neuen Stadtspitals wieder hervorgeholt. Dieses soll auf den Arealen des Tiefenau- oder des Zieglerspitals entstehen.

Die zwei bestehenden Stadtspitäler Tiefenau und Ziegler seien sanierungsbedürftig und genügten heutigen Anforderungen an optimale betriebliche Prozesse nicht mehr, teilte der gemeinsame Verwaltungsrat des Inselspitals und der Spitalnetz Bern AG am Montag mit.

Entscheid noch dieses Jahr

Bis 2021 müssten Erneuerungsinvestitionen von gegen 200 Millionen Franken geleistet werden. Dazu komme, dass die beiden, nur sechs Kilometer von einander entfernten Spitäler mit einer Akutbettenzahl zwischen 100 und 150 nicht mehr genügend effizient betrieben werden könnten.

Der Verwaltungsrat hat deshalb die Geschäftsleitung beauftragt, entsprechende Projektarbeiten voranzutreiben, so dass noch in diesem Jahr ein Entscheide gefällt werden können.

Drei Optionen

Der Verwaltungsrat will zunächst drei Optionen prüfen: ein Neubau am Standort Tiefenau, eine Sanierung und Erweiterung des Zieglerspitals und ein Neubau am Standort Ziegler. Eine Sanierung des Tiefenauspitals komme aus bautechnischen Gründen nicht in Frage.

Als Areale für das neue Stadtspital kommen ausschliesslich die Areale Tiefenau und Ziegler in Frage, wie der Verwaltungsrat weiter schreibt.

Pläne für ein neues Stadtspital gab es bereits. 2012 wurden sie vorderhand beiseite gelegt, weil die Zusammenführung des Inselspitals und der Spitalnetz Bern AG vordringlich war. Schon damals kündigt der Verwaltungsrat an, bis 2014 oder 2015 werde sich konkretisieren, ob der Bau eines Zentrumsspitals nicht doch sinnvoll sei.

Mitte März tönte der abtretende Insel-Direktor Urs Birchler in einem Interview mit der Berner Zeitung an: «Ein neues Stadtspital wird wohl die einzige Lösung sein».

Drei Stufen

Die Stadtspitäler sind ein wichtiger Teil des Konzepts das dem Zusammenschluss von Inselspital und Spitalnetz Bern zugrunde liegt. Es geht von einem dreistufigen Versorgungsmodell aus mit Portal- und Stadtspitälern sowie dem Universitätsspital, der «Insel».

Der Verwaltungsrat hat das dreistufige Modell genehmigt, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. Die Spitäler Aarberg, Münsingen und Riggisberg erbringen Leistungen in der stationären Grundversorgung und sind mit den niedergelassenen Ärzten der Region eng vernetzt.

Die Spitäler Tiefenau und Ziegler sind Akut-Standorte mit einer ähnlichen Aufgabe und Vernetzung. Sie stellen die stationäre Grundversorgung von Stadt und Agglomeration Bern sicher. Die hochspezialisierte Medizin wird im Inselspital angeboten.

Diese Stufen sollen durchlässig sein und keine Einbahnstrassen, wie der Verwaltungsrat ausführt.

SDA/js

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