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Tod einer Förderin

Inga Vatter-Jensen engagierte sich für die fachgerechte Archivierung der Nachlässe von Künstlerinnen. Am Samstag ist sie gestorben.

Inga Vatter-Jensen, engagierte Förderin.
Inga Vatter-Jensen, engagierte Förderin.
Andreas Blatter

Sie sei keine eigentliche Feministin, sagte Inga Vatter-Jensen. Aber sie habe gesehen, wie sich beim Tod von Malern deren Frauen mit dem Werk des Verstorbenen identifizierten. Künstlerinnen hingegen seien oft alleinstehend. Daher engagierte sich Vatter-Jensen dafür, dass ihre Nachlässe und damit ein Teil der weiblichen Kulturgeschichte nicht verloren gehen.

Inga Vatter-Jensen war selber Textilkünstlerin. 1998 gründete sie die Gesellschaft zur Nachlassverwaltung Schweizerischer Bildender Künstlerinnen. Diese steht hinter dem Verein Archivarte, der Nachlässe von Künstlerinnen bewahrt. Der zugehörige Verlag publiziert Monografien, und seit 2007 stellt Archivarte in einer Galerie im Berner Breitenreinquartier auch Kunstwerke aus.

Inga Vatter-Jensen setzte sich für die Einrichtung eines nationales Künstlerarchivs ein, scheiterte aber mit einem Versuch im Schloss Wyl. Am Samstag ist die engagierte Förderin kurz vor ihrem 74. Geburtstag verstorben.

BZ/ass

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