Tritt Alec von Graffenried bald zurück?

Redaktor Christoph Hämmann wundert sich über Masseinheiten.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Am 16. Januar trat Alec von Graffenried (GFL) das Amt als Stadtpräsident an. Karfreitag war der 89. Tag danach. Das hielt den «Bund» nicht davon ab, in der Ausgabe vom Samstag in einem Interview mit dem Stapi Bilanz nach 100 Amtstagen zu ziehen.

Am heiligen Freitag fand das Interview kaum statt, und am Gründonnerstag machen Journalisten auch gern frei, weil am nächsten Tag keine Zeitung erscheint.

Nehmen wir also an, das Gespräch war am Mittwoch: Dann hätte man auf 86 Tage zurückschauen können. Nun braucht es keinen höheren Abschluss in Mathematik, umfestzustellen, dass da keinRundungsfehler vorliegt.

Weil man nicht davon ausgehen muss, dass sowohl «Bund» als auch Stapi derart schlecht rechnen können, lässt die Geschichte eigentlich nur einen Schluss zu: Beide finden, dass von Graffenried nicht mit normalen Masseinheiten beizukommen ist, 86 Tage von ihm locker 100 Tage eines Normalsterblichen aufwiegen.

Für seine Wählerinnen und Wähler ist dies beunruhigend. Schliesslich ist es gut möglich, dass der Stapi in zwei Jahren findet: «So, jetzt habe ich den Job zehn Jahre lang gemacht. Zeit für eine neue Herausforderung.»

(Berner Zeitung)

Erstellt: 18.04.2017, 12:55 Uhr

Christoph Hämmann, Redaktor Ressort Stadt. (Bild: Andreas Blatter)

Artikel zum Thema

Wyss und von Graffenried finden Synergien

Bern Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) und Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) wollen ihre Ämter besser koordinieren. Mehr...

«Ich weiss, was um die Reitschule läuft»

Berns Stadtpräsident Alec von Graffenried wehrt sich gegen den Vorwurf, er unternehme nichts gegen die aktuelle Situation auf der Schützenmatte. Auch die Reitschüler wehren sich. Sie kritisieren die Wochenberichte der Polizei. Mehr...

Besser vernetzt: So gewann von Graffenried gegen Wyss

Bern Nach dem Verlust des Stadtpräsidiums analysierte die SP die Gründe – und sieht sich in erster Linie als Opfer der Umstände. Einzelne Mitglieder gehen weiter und erachten die SP wahlweise als arrogant oder zu wenig links. Mehr...

Marktplatz

Immobilien

Kommentare

Die Welt in Bildern

Kultur für Kleine: In Dresden öffnet die erste Kinderbiennale in Europa. Anders als sonst im Museum, kann und darf hier selbst gestaltet und mitgemacht werden. (21. September 2018)
(Bild: Sebastian Kahnert/dpa) Mehr...