Truppenunterkunft Moos wird verkauft

Oberwil

Die Gemeindeversammlung stimmte einem Verkauf der Truppenunterkunft Moos zu. Es interessieren sich zwei Käufer dafür.

Die an der Gemeindeversammlung neu gewählte Gemeinderätin Rebecca Rothenbühler.

Die an der Gemeindeversammlung neu gewählte Gemeinderätin Rebecca Rothenbühler.

(Bild: Margrit Kunz)

Wie weiter mit der Truppenunterkunft Moos? Das schien viele Oberwiler zu interessieren. 129 Stimmbürger, entspricht 20 Prozent, kamen an die Gemeindeversammlung im Schulhaus. Gemeindepräsident Michael Blatti zeigte zuerst auf, welche Varianten der Gemeinderat geprüft hatte: Abreissen, sanieren und weiterbetreiben wie bisher oder verkaufen?

Der Gemeinderat stellte den Antrag, die Truppenunterkunft zu verkaufen. In den letzten zehn Jahren resultierte immer ein Verlust aus dem Betrieb der Baracke, total waren es 61500 Franken. Ein Abbruch des Gebäudes würde rund 90000 Franken kosten, und die Sanierung der Heizung kostete geschätzt rund 50000 Franken.

Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, an der sich mehrere Personen beteiligten und auch zwei Anträge gestellt wurden. Ein Antrag verlangte, die Baracke abzureissen und den Platz zu nutzen. Ein anderer forderte, einen allfälligen Erlös aus dem Verkauf dem Elternverein zu schenken.

Für den Verkauf stimmten 59, für den Abriss 51 Personen, 19 enthielten sich der Stimme. Der Erlös aus dem Verkauf geht an die Gemeinde. Der Gemeinderat wird nun mit den Interessenten verhandeln und einen Vertrag ausarbeiten. Der Vertrag wird dann der Gemeindeversammlung vorgelegt.

2,8 Millionen fürs Wasser

Die generelle Wasserversorgungsplanung wurde 2017 vom Kanton genehmigt. Jetzt wird sie umgesetzt. Dabei entstehen Kosten von 2,8 Millionen Franken. Gebaut werden sollen Wasserleitungen, Anpassungen bei Wasserreservoiren und anderes. Die geplanten Massnahmen werden über zehn Jahre verteilt gebaut, und praktisch alle Anlagen sind beitragsberechtigt.

Das heisst, dass Oberwil mit einer guten Million Subventionen von Bund und Kanton rechnen kann. Gestartet wird mit dem Leitungsbau Buuschen, der sehr trockene Sommer 2018 hat gezeigt, dass dies dringend ist. Nachdem ein paar Fragen beantwortet worden waren, stimmten die Oberwiler dem Rahmenkredit von 2,8 Millionen Franken mit grossem Mehr zu. Auch den geringfügigen Anpassungen im Wasserreglement wurde zugestimmt.

Budget genehmigt

Oberwil rechnet mit einem Gesamtumsatz von 3,139 Millionen Franken und einem Defizit von 31000 Franken. Der über die Steuern finanzierte allgemeine Haushalt rechnet allerdings mit einem Ertragsüberschuss von 28000 Franken. Das heisst, das Defizit entsteht bei den Spezialfinanzierungen Wasser- und Abwasserversorgung. Das Budget 2019 wurde einstimmig angenommen. Die Skilift Rossberg AG erhält einen Betriebsbeitrag von 10000 Franken für die Saison 2019/2020.

Rothenbühler für Schär

Nach neun Amtsjahren tritt Marlen Schär-Kunz von ihrem Amt zurück. Sie war Vizegemeindepräsidentin und leitete das Ressort Bau. Zwei Personen bewarben sich um das Amt, Rebecca Rothenbühler und Kurt Knöri. Gewählt wurde Rebecca Rothenbühler mit 119 Stimmen.

Gemeindeschreiber geht

Gemeindepräsident Michael Blatti gab anschliessend bekannt, dass Ende Mai der Gemeindeschreiber die Gemeinde verlässt und dass der Oberstufenlehrer im Sommer in Pension geht. Er forderte die Anwesenden auf, bei der Suche nach Nachfolgern zu helfen.

Berner Zeitung

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