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Twitter-Gemeinde machte sich über Berner Wahlpanne lustig

Mit einer Auszählpanne bei den Wahlen hat die Stadt Bern die Nerven der Kandidierenden arg strapaziert. Dem Frust liessen viele Wartende via Twitter freien Lauf. Am Montag entschuldigte sich die Stadt – ebenfalls via Twitter.

Die Verkündung der Resultate verzögerte sich.
Die Verkündung der Resultate verzögerte sich.
Screenshot Twitter

«Da werden die albanischen Wahlbeobachter in Bern aber viel technisches Know-How mitnehmen können», bemerkte etwa GFL-Stadtrat Manuel C. Widmer.

«Immer noch keine Resultate? Ist Florida noch nicht ausgezählt?» fragte ein anderer Twitterer. Ein verzweifelter Print-Journalist bat derweil um Tipps, wie man eine leere Zeitungsseite füllen könnte. Worauf ihm CVP-Gemeinderatskandidatin Beatrice Wertli riet, «Interviews zum Thema technische Panne bei Wahlen» zu führen.

Je später der Abend, desto nervöser wurden die Zeitungsreporter. «Im Rathaus rotieren sie ja schon länger. Aber jetzt rotieren sie auch in der Druckerei», schrieb ein «Bund»-Journalist.

Druckerei unter Druck

Über die Gründe der Verzögerung konnte lange nur gerätselt werden. «Gerüchte zufolge sind die Auszählenden verzweifelt auf der Suche nach der bürgerlichen Wende», zwitscherte ein Beobachter. Ein Bundeshaus-Journalist riet zur Rücksichtnahme: «Bern musste ja auch noch den horrenden Ansturm beim Tierseuchengesetz bewältigen.»

Positiv sah es Kommunikationsberater Mark Balsiger: «Was hier im Berner Rathaus abgeht, ist grandioses Teambuilding. Das neue Parlament wird hammermässig, you'll see.»

Und noch etwas Positives: «Wenigstens ist das Gesprächsthema am Zibelemärit gegeben», freute sich ein Journalist der «Berner Zeitung».

Computerpanne

Der Grund für die Verzögerung habe in der Anwendung des Computersystems gelegen, sagte Vizestadtschreiberin Christa Hostettler am Montag auf Anfrage. Bei der Auszählung habe es keinerlei Probleme gegeben.

Hingegen habe man bei der Plausibilisierung, der Kontrolle und Bereinigung deutlich mehr Zeit gebraucht. Das Computersystem nehme es eben sehr genau und melde jede kleinste Abweichung als Fehler, führte Hostettler aus. Diese vom System gemeldeten Fehler hätten sich alle erklären lassen, «doch das brauchte eben seine Zeit».

Nun werde man die Ausmittlung analysieren und schauen, was allenfalls verbessert werden könne, sagte Hostettler.

SDA/js

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