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Über Mittag ging nichts mehr

Panne Nummer drei in dieser Woche: Nach einer ­Störung an der Weichen­anlage stand der ganze Bahnhof Bern still.

Im Bahnhof Bern ruhte der Betrieb während einer Stunde komplett.
Im Bahnhof Bern ruhte der Betrieb während einer Stunde komplett.
Keystone

Schon wieder. Erneut legte am Donnerstag eine Panne die SBB lahm – nach der Neubaustrecke, die am Montagabend und den ganzen Dienstag über geschlossen war, traf es diesmal den Bahnhof Bern.

Zwischen 12.20 Uhr und 13.40 Uhr ging hier gar nichts mehr, während 1 Stunde und 20 Minuten ruhte der Betrieb komplett. Die S-Bahn-Züge mussten vorzeitig wenden, die Intercity- und Eurocity-Züge fuhren, wenn sie aus dem Oberland kamen, über die Verbindungslinie in Bern-Wankdorf direkt nach Olten weiter und liessen den Bahnhof Bern buchstäblich links liegen.

Letzteres löste bei den Reisenden grossen Ärger aus. Sie konnten nicht begreifen, dass der Zug, ohne anzuhalten, an den Vororten Gümligen und Ostermundigen vorbeibrauste und sie den langen Umweg über Olten in Kauf nehmen mussten. Zweieinhalb Stunden statt der üblichen knappen Stunde habe er für die Reise von Interlaken nach Bern benötigt, klagte ein Reisender. Ein anderer liess verlauten, er würde am liebsten die Notbremse ziehen.

Mit einem langen Intercity in einem Vorortsbahnhof anzuhalten, sei wegen der zu kurzen Perrons nicht möglich, erklärt SBB-Sprecher Jürg Grob. Es wäre viel zu gefährlich gewesen, die Leute die hohe Stufe hinab ins Schotterbett steigen zu lassen. Grund für die Störung war ein Defekt an einem Relais, der alle Weichen im Bahnhof lahmlegte. Das kaputte Teil musste ausgewechselt werden. Laut Grob war aber ein anderer technischer Bereich betroffen als bei der Störung auf der Neubaustrecke Anfang Woche.

skk

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