Überregionales Psychiatrienetzwerk von Thun bis Biel

Münsingen/Thun/Biel

Das Psychiatriezentrum Münsingen (PZM) und das Spitalzentrum Biel wollen gemeinsam einen psychiatrischen Notfalldienst aufbauen. Das PZM übernimmt auch Aufgaben am Spital Thun.

Dem Psychiatriezentrum Münsingen kommt künftig eine grössere Rolle zu (Archivbild/Urs Baumann)

Dem Psychiatriezentrum Münsingen kommt künftig eine grössere Rolle zu (Archivbild/Urs Baumann)

Die Psychiatriezenturm Münsinge (PZM) AG, die Spital STS AG mit ihren Standorten in Thun und Zweisimmen und die Spitalzentrum Biel (SZB) AG wollen künftig enger zusammenarbeiten. Das Ziel: Die Patientenpfade optimieren und der ökonomisch angespannten Lage begegnen. Die Verwaltungsräte der drei Unternehmen haben Ende letzten Jahres eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben, wie sie nun mitteilten. Konkret sieht die Kooperation einerseits vor, dass das PZM gemeinsam mit dem SZB in Biel einen psychiatrischen Notfalldienst aufbaut (siehe Haupttext).

Andererseits soll das PZM sämtliche psychiatrischen Leistungsangebote der Spital STS AG übernehmen. Die Spitalgruppe bietet aktuell ambulante Abklärungen, Behandlungen und Beratungen in Thun, Steffisburg, Zweisimmen und Münsingen an. Am Angebot soll sich durch die Übernahme nichts Grundlegendes ändern. Dieses wird laut Beat Straubhaar, Verwaltungsratspräsident PZM, auch künftig vor Ort erbracht. Auch das psychiatrische Personal der Spital STS AG werde übernommen. Straubhaar begründet die Expansion mit dem Strukturwandel in der Psychiatrie (stationär zu ambulant). Zudem ist er der Meinung, dass die Behandlung der Patienten kostengünstiger erfolgen kann, wenn alle Angebote aus einer Hand kämen.

Für Bruno Guggisberg, CEO Spital STS AG, steht bei der neuen Zusammenarbeit im Zentrum, dass den Patienten eine integrierte, wohnortsnahe Versorgung geboten wird. «Das gelingt nur, wenn stationäre und ambulante Leistungen eng miteinander verknüpft sind», sagt er. Die von der Spital STS AG künftig benötigten psychiatrischen Leistungen in ihren Kliniken würden dann bei der PZM AG eingekauft.

Definitiv beschlossen ist die Zusammenarbeit aller Unternehmen derweil noch nicht. Zuerst wird nun ein Projekt ausgearbeitet, das anschliessend die Verwaltungsräte noch genehmigen müssen. Die Umsetzung soll Anfang 2020 erfolgen.

mab

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