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Umgebung des Bundeshauses soll neu gestaltet werden

Nach der Sanierung verschiedener Gebäude des Bundeshaus-Ensembles soll nun auch die nähere Umgebung eine Auffrischung bekommen. Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) hat ein Baugesuch eingereicht.

Die Umgebung des Bundeshauses erhält eine Frischzellenkur.
Die Umgebung des Bundeshauses erhält eine Frischzellenkur.
Urs Baumann

Frischzellenkur für die Umgebung des Bundeshauses Nach der Sanierung verschiedener Gebäude des Bundeshaus-Ensembles soll nun auch die nähere Umgebung eine Auffrischung bekommen. Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) hat ein entsprechendes Baugesuch eingereicht.

Das Gesamtprojekt umfasst eine ganze Reihe von Massnahmen, so die Neugestaltung der Eingangshöfe, die Erneuerung von Naturstein- und Asphaltbelägen, eine Modernisierung der Beleuchtung, Ersatzpflanzungen von Bäumen und die Bereinigung der Beschilderung.

Buchenhecken in Würfelform

Eine augenfällige Veränderung wird es stadtseitig in den sogenannten Ehrenhöfen der Flügelbauten geben. Dort werden auf Hüfthöhe geometrisch geschnittene Buchenhecken gepflanzt, wie aus einer Mitteilung des BBL vom Montag hervorgeht.

Der Bernabrunnen vor dem Bundeshaus West wird saniert. Der Brunnen wurde 1858 errichtet und ein paar Jahre später mit der Statue der Berna versehen, einer Frauengestalt, die die Stadt und den Kanton Bern verkörpert.

Gussasphalt mit Aarekies

Die Bundesterrasse auf der Südseite des Gebäudekomplexes erhält einen einheitlichen Belag. Es handelt sich um Gussasphalt, in den Aarekies eingestreut ist. Der Belag ist trotz der sichtbaren Kiesel-Einsprengsel eben, wie Jonas Spirig von der Kommunikationsstelle des BBL auf Anfrage sagte. Die Bäume werden rhythmischer angeordnet und auf vier Meter Höhe geschnitten.

Ähnliches gilt für die Vannazhalde unterhalb der Bundesterrasse, die früher als Obst- und Rebgarten diente. Hier soll vor allem der Blick von der Aare her Richtung Bundeshaus freier werden.

Der Gebäudekomplex soll angemessen und mit geringer Lichtverschmutzung ausgeleuchtet werden. Die Beschilderung soll diskret sein, aber dennoch den zentralen Ort politischen Handelns ausweisen.

Sanierung in Etappen

Die Arbeiten werden voraussichtlich im Frühling 2015 an die Hand genommen und - in Etappen ausgeführt - etwa drei Jahre dauern. Die Gesamtkosten werden mit rund neun Millionen Franken veranschlagt.

Der Umgestaltung liegt ein Projekt der Berner Landschaftsarchitekten 4d BSLA zugrunde. Es war 2011 bei einem Wettbewerb als Sieger hervorgegangen.

Die Arbeiten werden laut BBL in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bern, namentlich mit der Denkmalpflege, ausgeführt.

Was im Volksmund als «Bundeshaus» bezeichnet wird, umfasst in Wirklichkeit eine ganze Gruppe von Bauten. Das Parlamentsgebäude mit der markanten Kuppel wird flankiert von den beiden Gebäudeflügeln Bundeshaus Ost und Bundeshaus West.

Letzteres liegt in der Nachbarschaft des Bernerhofs, des Sitzes des Finanzdepartements. Das gesamte Ensemble ist über 300 Meter lang. Die Berner Altstadt hat den Rang eines Unesco-Welterbes.

SDA/mas

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