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Unia wirft «Gut gelaunt»-Chef diverse Verstösse vor

Der Gastronom Ralf Jansen ist auch am heutigen Tag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Informationen zum Konkurs der «Gut gelaunt»-AG zu bekommen, ist schwierig. Die Gewerkschaft Unia verlangt, dass geltende Gesetze eingehalten werden.

Ralf Jansen ist nicht für eine Stellungnahme bereit. Er führt nebst anderen das Restaurant «Gut gelaunt».
Ralf Jansen ist nicht für eine Stellungnahme bereit. Er führt nebst anderen das Restaurant «Gut gelaunt».
Claudia Salzmann

Telefonisch wird man abgewimmelt. Nein, Ralf Jansen sei nicht abkömmlich und werde keine Stellung zum Konkurs seiner Aktiengesellschaft «Gut gelaunt» nehmen, heisst es auf telefonische Anfrage. Ob eine Mitteilung mehr Klarheit verschaffen wird, lässt die Dame am Telefon auch offen. Sie will weder namentlich genannt, noch zitiert werden.

Keine Aussagen

Im Art' Café, das zu «Gut gelaunt» gehört, meldet sich ein Servicemitarbeiter am Telefon. Er könne nichts dazu sagen, denn er sei bloss Angestellter. Harscher ist der Ton beim Restaurant Bim Grosi: «kein Kommentar und schönen Tag noch.»

Die beiden anderen Lokale von Jansen sind nicht geöffnet: Das Eclipse ist für Nachtschwärmer und somit noch geschlossen. Der Berner Beach Club befindet sich bereits in den Sommerferien, obwohl laut Konkursamt der Club schon vor der Konkurseröffnung stillgelegt worden sei.

Dafür meldete sich am Mittwochnachmittag die Gewerkschaft Unia zu Wort. In einer Medienmitteilung listet die Unia verschiedene Verstösse auf, die Jansen in seinen Gastrobetrieben begangen haben soll. Die Rede ist von «verspäteten Lohnauszahlungen, nicht korrekter Entschädigung des 13. Monatslohns bis hin zu rechtswidrigen Vereinbarungen über 50-Stunden-Wochen». Verstösse seien auch von der Kontrollstelle des Landes-Gesamtarbeitsvertrags des Gastgewerbes (L-GAV) in diversen Kontrollen festgestellt worden, hiess es weiter.

Die Gewerkschaft fordert Jansen auf, dass seine neu gegründeten Firma Gastro 11 GmbH die geltenden Gesetze einhält. Die Unia verweist dabei auf das Gastgewerbe-Gesetz (GGG). Es verlangt unter anderem als Anforderung für eine Betriebsführung, dass die verantwortliche Person «einen guten Leumund geniesst». Als nicht gut beleumdet gelten laut Unia in der Regel Personen, «die als Arbeitgeber wiederholt und schwerwiegend Bestimmungen des Arbeitsrechts, des Fremdenpolizeirechts oder des Landesgesamtarbeitsvertrags für das Gastgewerbe missachtet haben».

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