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Unter Strom auf der Strasse

Der Elektrobus von Bernmobil fasziniert Carol Frauenknecht aus Schliern bei Köniz. Dank dem «Forum» durfte die Leserin Platz nehmen im Führerstand und ihren Wissensdurst stillen.

Marcus Jung gibt vorsichtig das Steuer zum Elektrobus ab.
Marcus Jung gibt vorsichtig das Steuer zum Elektrobus ab.
Beat Mathys
Ist fasziniert von den Bernmobil-Elektrobussen: Carol Frauenknecht.
Ist fasziniert von den Bernmobil-Elektrobussen: Carol Frauenknecht.
Beat Mathys
Einstecken statt tanken: Blick auf die Ladestation.
Einstecken statt tanken: Blick auf die Ladestation.
Beat Mathys
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Wenn Carol Frauenknecht Haare schneidet in ihrem Coiffuresalon am Neuhausplatz in Liebefeld, schweift ihr Blick manchmal aus dem Fenster. Dort sieht sie ihn dann vorbeifahren, den roten Elektrobus von Bernmobil.

Generell an Technik interessiert, fragt sich die 52-Jährige aus Schliern bei Köniz, woher der Strom für den Bus kommt und wie er insgesamt funktioniert. Sie wandte sich ans «Forum», das sie nun für die Rubrik «Wünsch dir was» mit Marcus Jung, Projektleiter Linienbusse bei Bernmobil, auf eine Fahrt mit dem Elektrobus schickte.

Als Frauenknecht am Bahnhof Bern auf den Bus wartet, bemerkt sie ihn zuerst kaum, so leise nähert er sich der Station. Drinnen die nächste Überraschung: mehr Licht und Platz als in anderen Bussen.

Auf der Fahrt zur Endstation Weiermatt erklärt ihr Marcus Jung, dass Bernmobil den Strom bei Energie Wasser Bern bezieht. In Köniz angekommen, beobachtet sie, wie dieser Strom in den Bus gelangt: «Der Chauffeur zieht die Handbremse, drückt einen Knopf, wodurch sich der Arm der Ladestation zum Bus biegt und ihn mit Strom versorgt.»

Sechs bis acht Minuten dauert der Vorgang; bis zu vier Runden kann der Bus drehen ohne neue Ladung. Im Busdepot am Eigerplatz setzt sich Carol Frauenknecht selber ans Steuerrad eines Busses und entdeckt weitere Details.

Besonders faszinieren sie die elektronischen Rückspiegel: «Aussen trägt der Bus keine Spiegel mehr, da sind Kameras!» Sie verschonen den Chauffeur oder die Chauffeuse mit dem toten Winkel und zeigen ein Bild von den Türen. Dann darf Frauenknecht eine fiktive Durchsage machen: «Liebe Fahrgäste, ich wünsche allen eine gute Fahrt!»

Selber fährt sie jeden Tag mit dem Bus zur Arbeit. Jedoch auf der Linie 10, auf der kein Elektrobus verkehrt. «Für die Steigung nach Schliern reicht die Kraft des Busses wohl nicht. Zudem müssten mehr Ladestationen gebaut werden.» Sie zweifelt darum, dass sie je mit einem Elektrobus in ihr Geschäft reist. Doch der Blick auf den Bus und das Wissen, wie dieser funktioniert, genügen ihr.

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