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Urnen, die sich auflösen

Die Keramikerin Nathalie Heid stellt Urnen her, die sich im Wasser und in der Erde auflösen. Wer zu Lebzeiten seine Urne auswählt oder gleich selber herstellt, hilft den Angehörigen beim Loslassen, sagt Heid.

Die Keramikerin Nathalie Heid stellt in ihrem Atelier Urnen aus ungebranntem Porzellan her.
Die Keramikerin Nathalie Heid stellt in ihrem Atelier Urnen aus ungebranntem Porzellan her.
Urs Baumann

Normalerweise wird Keramik gebrannt. Erst danach sind die Produkte, die einer der ältesten Kulturtechniken des Menschen entspringen, fertig. Sie fühlen sich dann kalt an, sauber und perfekt.

Nathalie Heid hingegen verkauft ungebranntes Porzellan, «Keramik, die warm ist und lebt», wie sie sagt. «Sie ist so fein und verletzlich wie wir.» Nathalie Heid ist fasziniert von diesem Zustand, in dem Keramik eigentlich als unbrauchbar gilt.

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