Zum Hauptinhalt springen

«Utiger» vorübergehend in der «Linde»

Nach dem Brand wirtet das Team des Moosseedorfer Restaurants «Utiger» vorübergehend im Café Linde.

Der geschädigte «Utiger»-Wirt: Adrian Tschumi wirtet neu im Cafe Linden in Moosseedorf.
Der geschädigte «Utiger»-Wirt: Adrian Tschumi wirtet neu im Cafe Linden in Moosseedorf.
Iris Andermatt

8o Feuerwehrmänner kämpften diesen Frühling am 15. Mai gegen die Flammen. Sie konnten nicht verhindern, dass das Traditionsrestaurant «Utiger» total ausbrannte. Das 160-jährige Wirtshaus an der Bernstrasse war ein Wahrzeichen von Moosseedorf. Menschen wurden nicht verletzt. Doch raubte der Brand dem Wirtepaar Christine und Adrian Tschumi die Existenzgrundlage. Und die Eltern Albert und Ruth Tschumi-Utiger verloren ihr Zuhause. Unterdessen ist geklärt, warum das «Utiger» brannte. Das Feuer entwickelte sich aus einem Glimmbrand in der elektrischen Steuerung der Lüftungsanlage. 2011 wieder am alten OrtDie Eltern Tschumi haben in Moosseedorf eine Wohnung bezogen. Ungewiss ist immer noch, ob am gleichen Standort ein Neubau entsteht oder ob die Handwerker das alte Gasthaus wieder aufbauen. «Wir rechnen diese beiden Varianten durch», sagt Adrian Tschumi. Sicher werde auch ein neues Haus ähnlich aussehen wie das alte «Utiger», erklärt der Wirt und spricht von einem «bhäbigen Riegbau». Frühestens im Frühjahr 2011 klirren im «Utiger» wieder die Gläser. Um diese Zeit zu überbrücken, übernimmt das Wirtepaar als Zwischenlösung Anfang August das Café Linde an der Sandstrasse in Moosseedorf. Die bisherige Pächterin Romy Gottier zieht sich währenddessen vom Geschäft zurück und kehrt danach wieder in die «Linde» zurück. Mit Tschumis zügelt der grösste Teil des «Utiger»-Teams in die «Linde». Diese bietet mit 4o Innenplätzen nur rund halb so viel Platz wie das «Utiger». Doch plant Wirt und Koch Adrian Tschumi hier ähnlich zu arbeiten wie bisher: «Gepflegte, solide Küche», erklärt er. 2,5 Millionen FrankenTschumi schätzt, dass ein neues Haus oder ein Wiederaufbau rund etwa 2,5 Millionen Franken kosten würden. Den grössten Teil übernehmen Versicherungen. Diese decken auch während einiger Monate den Verdienstausfall. Doch kann auch die beste Police nicht die schrecklichen Erinnerungen an jene Mainacht auslöschen. Er versuche, nicht mehr daran zu denken, sondern vorwärts zu schauen und sei vollauf mit den neuen Aufgaben beschäftigt, sagt Adrian Tschumi.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch