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Velowege auf Trottoirs: Stadt will Konflikte lösen

Auf 40 Prozent der Berner Mischverkehrsflächen kommen sich Velofahrerinnen und Fussgänger in die Quere. Der Gemeinderat will diese Probleme angehen.

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Die SVP findet es problematisch, dass das Velofahren auf Trottoirs von der Stadt Bern weiter gefördert wird.
Die SVP findet es problematisch, dass das Velofahren auf Trottoirs von der Stadt Bern weiter gefördert wird.
Keystone

Der Berner Gemeinderat will dafür sorgen, dass Velofahrer und Fussgänger auf gemeinsam genutzten Flächen besser miteinander auskommen. Er hat dafür einen Kredit von 290'000 Franken gesprochen.

Mit dem Geld sollen Verbesserungen auf sogenannten Mischverkehrsflächen umgesetzt werden. Das schreibt der Gemeinderat in seinem am Montag publizierten Prüfungsbericht auf ein Postulat der SVP-Fraktion. Der Stadtrat hatte den Vorstoss vor Jahresfrist erheblich erklärt.

Dass die Stadt Bern das Velofahren auf Trottoirs weiter fördern wolle, sei problematisch, machte die SVP geltend. Fussgänger, kleine Kinder, Behinderte und Senioren seien durch schnelle Velofahrer potenziell gefährdet.

Laut Gemeinderat untersuchte die Stadt Bern schon 2018 alle bestehenden Mischverkehrsflächen. 60 Prozent wurden als unproblematisch eingestuft. Dort gebe es ein friedliches Nebeneinander von Velofahrern und Fussgängern – beispielsweise auf dem Langmauerweg und auf der Engestrasse stadtauswärts.

Bei den übrigen Mischverkehrsflächen wurden Konfliktpotenziale eruiert. In zwei Dritteln der Fälle sind laut Gemeinderat bereits Verbesserungen geplant, beispielsweise beim Hirschengraben, auf der Monbijoubrücke und bei der Haltestelle Kursaal.

Mit dem Kredit von 290'000 Franken sollen Lösungen für die übrigen problematischen Mischverkehrsflächen gefunden und umgesetzt werden. Dabei geht es um bauliche Verbesserungen und um kommunikative Begleitmassnahmen, wie der Gemeinderat schreibt.

Ziel sei, die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer so gut wie möglich zu vereinigen. Dass bei der Planung alle Beteiligten einbezogen würden, sei selbstverständlich.

(SDA)

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