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«Viele YB-Fans waren schon namentlich bekannt»

Die Kantonspolizei Bern hat neue Hooligan-Bilder vom Cupfinal YB-Sion ins Netz gestellt. Bereits konnten 69 Straftäter identifiziert werden, darunter seien mehr Berner Fans.

Bei den Schlägereien vor dem Cupfinal im Berner Bahnhof haben Fussballfans auch Knallpetarden gezündet. Vier Kantonspolizisten aus dem Seeland, die im Ordnungsdienst standen, erlitten wegen der lauten Knalle einen Hörschaden. Alle vier Ordnungshüter mussten sich nach dem Dienst ärztlich behandeln lassen. «Nach zwei Wochen langer medizinischer Betreuung sind drei auf dem Weg zur Besserung», gab gestern Kantonspolizei-Mediensprecher Jürg Mosimann bekannt. Nach seinen Angaben leide der vierte Polizist jedoch noch immer unter den Nachwirkungen. «Ob er einen bleibenden Schaden davontragen wird, kann noch nicht gesagt werden», meinte Mosimann.

69 Hooligans identifiziert

Im Rahmen ihrer Ermittlungen der Ausschreitungen rund um den Cupfinal hat die Kantonspolizei Bern bisher 69 Personen identifiziert; 4 davon nach der Veröffentlichung im Internet. Zu den identifizierten Personen gehören auch diejenigen, welche am 20.Mai 2009 angehalten wurden. 10 Personen wurden bereits zur Anzeige gebracht, weitere Anzeigen werden folgen.

Neue Bilder im Internet

Auf dem ausgewerteten Filmmaterial konnten mehrere Straftäter aus dem Umfeld der YB-Anhängerschaft erkannt werden. In diesen Fällen gibt es keinen Anlass, die betreffenden Personen zusätzlich noch im Internet zu veröffentlichen. Bei den Ermittlungen nach unbekannten Personen aus dem Wallis arbeitet die Kantonspolizei Bern mit den dortigen Strafverfolgungsbehörden zusammen. Gestern hat die Polizei weitere neun Bilder mit Tätern zur Identifizierung unter www.police.be.ch veröffentlicht.

Mehr Berner Fans

Weil im Internet mehr Walliser Fans aufgeschaltet sind, entstand in Teilen der Bevölkerung subjektiv der Eindruck, die Walliser seine gewalttätiger gewesen. «Dieser Eindruck täuscht», sagt Jürg Mosimann. Denn: «Im Filmmaterial hat die Polizei viele YB-Fans erkannt, die ihr namentlich bekannt sind. Deshalb mussten sie zwecks Identifikation nicht ins Internet gestellt werden.» Nach seinen Angaben gab es gesamthaft mehr zu identifizierende Fans aus den Reihen von YB als aus dem Wallis.

Informationen an die Polizei: 031 634'41'11

bz/Jürg Spori/rue

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