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Viererfeld: Nun wird es konkret

Ab Januar sind Städteplaner eingeladen, ihre Ideen für die Überbauungen Viererfeld und Mittelfeld einzureichen. Der Wettbewerb ist der nächste konkrete Schritt zu einem neuen Stadtberner Quartier für dreitausend Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Stadt Bern ruft Architekten, Verkehrsplaner, Landschaftsarchitekten oder sogar Soziologen dazu auf, ihre Ideen für das Viererfeld und das Mittelfeld einzureichen.
Die Stadt Bern ruft Architekten, Verkehrsplaner, Landschaftsarchitekten oder sogar Soziologen dazu auf, ihre Ideen für das Viererfeld und das Mittelfeld einzureichen.
Christian Pfander

Wohnraum ist Mangelware in der Stadt Bern. Ein neues Quartier zu planen mit 1140 Wohnungen für rund dreitausend Menschen, ist nur schon deshalb ein nicht alltägliches Vorhaben. Der Berner Gemeinderat will die Überbauungen Viererfeld und Mittelfeld im Stadtteil Länggasse-Felsenau aber auch bezüglich Gestaltung, Mobilität und Energieverbrauch zu einem «Pionierprojekt» machen.

Die Stadtregierung hat die Grundlagen für das Grossprojekt – die Areal- und Wohnstrategie – genehmigt, wie sie am Donnerstag mitteilte. Im Verlauf des kommenden Jahres soll nun das neue Quartier ein Gesicht bekommen.

Wettbewerb ab Januar

Architekten, Verkehrsplaner, Landschaftsarchitekten oder sogar Soziologen – diese Fachleute sind nun aufgerufen, ihre Ideen für das Viererfeld und das Mittelfeld einzureichen. Dies geschieht im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs – in Bern dem grössten seit Jahren. Die Bedingungen für diesen Wettbewerb liegen vor. «Für Planerinnen und Planer stellt das Grossprojekt eine interessante und spannende Herausforderung dar», betont der Gemeinderat. Er ist überzeugt, dass diese Aufgabe nur in gemischten und fachübergreifenden Teams zu meistern ist.

In einem ersten Schritt werden 25 Planungsteams vorausgewählt, darunter zwischen drei und fünf Nachwuchsteams. Ihre Aufgabe ist es, in einem zweiten Schritt bis im Herbst 2018 Gestaltungsvorschläge «für ein attraktives, dichtes und durchmischtes Stadtquartier» zu erarbeiten.

Mehr Grünraum fürs Quartier

Die vom Gemeinderat verabschiedete Strategie ist richtungsweisend für den Wettbewerb. ­Darin ist beispielsweise festgehalten, dass Haushalte ohne eigenes Auto im Viererfeld und Mittelfeld «der Normalfall» seien. «Trotzdem gehören Einstell­hallen-Parkplätze zur erforderlichen Infrastruktur», heisst es im Papier. Mindestens die Hälfte der Wohnungen soll von gemein­nützigen Wohnbauträgern realisiert werden. Das hat das Parlament festgelegt.

Ein wichtiger Punkt bei der Planung von Vierer- und Mittelfeld ist auch der neue Stadtpark, der den Bewohnerinnen und Bewohnern dienen, aber auch mehr Grünraum ins ganze Quartier bringen soll. Ziel des Wettbewerbs ist ein städtebauliches Gesamtbild. Es würden also noch «keine pfannenfertigen Wohnprojekte» vorliegen, hält die Direktion für Finanzen, Personal und Informatik (FPI) auf Anfrage fest. Danach würden weitere, qualitätssichernde Verfahren durchgeführt.

Ziel sei es, nach dem Wettbewerb rasch einen Teil des Viererfelds und/oder des Mittelfelds zu bebauen, so die FPI. Aus heutiger Sicht könne ab 2020 mit der Projektierung für das Wohnen gestartet werden, womit ein Baubeginn 2021 nicht realistisch sei. Dieser war einmal als frühestmöglicher Starttermin genannt worden. Ein aktueller Zeitplan liegt aber noch nicht vor.

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