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Von der Präsidentenloge bis zu Yapi

Die Saison 2018/2019 in der Promotion League ist zu Ende. Einige Geschichten und Episoden sorgten bei den drei Berner Clubs Breitenrain, Köniz und Münsingen besonders für Schlagzeilen.

Peter Berger
Andreas Zwahlen (mit Schal) und Claudio A. Engeloch (Zweiter v.r.) verfolgten das Derby zwischen Breitenrain und Münsingen vom Balkon aus.
Andreas Zwahlen (mit Schal) und Claudio A. Engeloch (Zweiter v.r.) verfolgten das Derby zwischen Breitenrain und Münsingen vom Balkon aus.
Andreas Blatter

Die Präsidentenloge.

Am 16. März schauten sich die Präsidenten Andreas Zwahlen und Claudio A. Engeloch das Derby zwischen Breitenrain und Münsingen von der Dachterrasse eines benachbarten Wohngebäudes an. Münsingen-Clubboss Zwahlen ist mit dem Bewohner befreundet und lud auch Engeloch ein. Auf der Dachterrasse wurde ein Lautsprecher montiert, aus dem der «Spitz» immer wieder mit dem Münsinger Clubsong «FCM isch üsi Heimat» beschallt wurde. Das beflügelte die Gäste. Die Aaretaler gewannen 1:0.

Die Ikone.

Irgendwann 1998 hatte Bernard Pulver, den alle nur Beno nennen, einen Anruf aus Köniz erhalten. Goalie Pulver hatte gerade eine Achillessehnenverletzung auszukurieren, zählte bereits 35 Lenze und bekam vom damaligen YB-Trainer Claude Ryf zu verstehen, dass seine Zeit abgelaufen sei. Ob er sich vorstellen könne, Trainer beim Erstligisten zu werden, wollte der Sportchef des FC Köniz damals wissen. Nach 24 Stunden Bedenkzeit war für Pulver klar: «Ich mache das.»

Kurze Amtsdauer.

Während 20 Jahren prägte Bernard Pulver dann den FC Köniz als Coach und zuletzt auch als Präsident. In der Winterpause gab er seine Ämter ab. Deutlich kürzer war die Amtszeit seines Nachfolgers als Präsident. Mathias Robellaz musste den Chefposten nach nur einem Monat aus gesundheitlichen Gründen wieder abgeben. Seine Nachfolge ist offen.

Rudolfs Bilanz.

Mehr Glück hatte Köniz mit dem Nachfolger als Trainer. Silvan Rudolf übernahm in der Winterpause. Trotz elf Abgängen und einem massiven Umbruch gelang dem 30-jährigen Jungtrainer, der auch Materialwart des Schweizer Nationalteams ist, eine beeindruckende Rückrunde. Mit 17 Punkten war Köniz das beste Berner Team im ersten Halbjahr 2019.

Der Paukenschlag.

Wie Köniz hatte auch Breitenrain eine hektische Winterpause. Präsident Claudio A. Engeloch verkündete an der HV ein sechsstelliges Loch in der Kasse. Zudem trennte sich der Club von Sportchef Roland Truog. Engeloch schloss einen freiwilligen Rückzug aus der dritthöchsten nationalen Liga nicht aus. Mittlerweile ist klar: Breitenrain tritt auch nächste Saison in der Promotion League an.

Der Goalgetter.

Keine Akklimatisationszeit in der höheren Liga benötigte Patric Gasser. Münsingens Sturmtank und Captain traf auch in der Promotion League regelmässig. Der 32-jährige Mittelstürmer erzielte zwölf Tore. Er traf gleich oft wie Breitenrains Artian Kastrati, dem ebenfalls ein Dutzend Treffer gelangen.

Der Aufsteiger.

Wie Gasser fand sich auch die ganze Mannschaft von Aufsteiger Münsingen in der neuen Liga sofort zurecht. Trainerlegende Kurt Feuz blieb dem Münsinger Spielsystem «Höch u läng – FCM» treu und durfte den Ligaerhalt schon frühzeitig ­feiern.

Der Aufreger.

Während 69 Minuten war am 2. März die Stimmung zwischen Breitenrain und Basel II auf dem «Spitz» nicht elektrisierend. Dann wurde bei den Baslern Gilles Yapi eingewechselt. Es folgte ein Pfeifkonzert auf den Rängen. Der mittlerweile 37-Jährige steht nach wie vor in Diensten der Rheinstädter, wo er in der Nachwuchsequipe an die vielen jungen Talente seine Erfahrung weitergeben soll. In Bern hat man dem Ivorer seinen Wechsel im Jahr 2010 von YB zum Rivalen Basel aber bis heute nicht verziehen.

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