Wahlen Köniz: Sind Sie für die Spez-Sek in der Lerbermatt?

Köniz

Die speziellen Sek-Klassen am Gymer Lerbermatt sind in Köniz zum Zankapfel geworden. Auch im Seilziehen ums Gemeindepräsidium? Die sechs Kandidierenden antworten.

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Annemarie Berlinger (SP): «Ich bin dagegen. Die Spez-Sek Lerbermatt ist eine Spezial­lösung für einige wenige. Bei einer Schliessung stärken wir die durchlässigen Schulmodelle an den sechs Oberstufenzen­tren. Sie gehen flexibler auf die Jugendlichen ein, reagieren rascher auf deren Lernfortschritte und bieten grössere Chancengleichheit. So verteilen wir die Mittel, die wir heute in die Lerbermatt stecken, zum Vorteil aller.»

Thomas Brönnimann (GLP) «Weder noch. Ein Angebot, das jährlich Zusatzkosten von ungefähr 400 000 Franken für 100 bis 120 Schüler (total rund 4000) verursacht, darf in einer Spardebatte diskutiert werden. Meine Kinder bekamen in der Spez-Sek Niederscherli eine ­gute Gymnasiums- und Berufswahlvorbereitung. Der Bildungsfranken muss gezielt und klug investiert werden.»

Christian Burren (SVP) «Ich bin klar für die Beibehaltung. Der vom Gemeinderat versprochene Spareffekt wird nur möglich, wenn die Schüler mit Spez-Sek-Niveau an den Oberstufenzentren in die bestehenden Klassen integriert werden. Sie würden nicht mehr separat unterrichtet – ein klarer Leistungsabbau. Auf den Schulraum in der Lerbermatt sind wir angewiesen. Unsere Schulhäuser platzen bereits heute aus allen Nähten.»

Thomas Frey (BDP) «Ich bin klar für das Schulmodell Spez-Sek mit Unterricht in fixen Klassen. Das Angebot entspricht einem breiten Bedürfnis unter Könizer Mitbürgern. Wenn Köniz das identische Schulmodell aber an einem anderen Standort klar kostengünstiger (-100'000 Franken pro Jahr) und auf lange Zeit (10 Jahre) gesichert anbieten kann, bin ich zugunsten der Kosteneinsparung offen, den Standort Lerbermatt aufzugeben.»

Hans-Peter Kohler (FDP) «Ich bin klar dafür. Diese Schulklassen stellen ein wichtiges und bewährtes Element der Bildungsvielfalt von Köniz dar. Die Klassen sind bei Eltern, Schülerinnen und Schülern sehr beliebt, da sie ein ideales Umfeld für leistungsstarke und leistungswillige Jugendliche aus allen sozialen Schichten darstellen. Ein solch wichtiges Angebot darf etwas kosten und muss unbedingt erhalten bleiben.»

Hansueli Pestalozzi (Grüne) «Wegen der Spez-Sek Lerbermatt fehlen den Oberstufenzentren in Köniz die Schülerinnen und Schüler dazu, jeweils eigene Spez-Sek Niveaus anzubieten. Der Vorteil dieser Lösung wäre die Durchlässigkeit zwischen den Niveaus und eine gute Berufswahlvorbereitung für alle, was bei der Spez-Sek Lerbermatt nicht der Fall ist. Dies, obwohl sie Mehrkosten von über 400'000 Franken jährlich verursacht.»

BZ

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