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Waldbesucher fordert Parkplätze zurück

Waldbesucher sind empört darüber, dass sie am Eingang des Könizbergwalds nicht mehr parkieren dürfen. Nun muss der Regierungsstatthalter darüber entscheiden, ob die Verbotsschilder rechtens sind.

Der Wald(rand) ist kein Parkplatz. Autofahrer, die dort parkieren werden konsequent gebüsst.
Der Wald(rand) ist kein Parkplatz. Autofahrer, die dort parkieren werden konsequent gebüsst.
Beat Mathys

Etliche Waldbenützer ärgern sich darüber, dass sie an den Eingängen zum Könizbergwald nicht mehr parkieren dürfen. Nun hat Peter Jenni, ein Anwohner und regelmässiger Waldbesucher, eine Beschwerde beim Regierungsstatthalter eingereicht: Christoph Lerch soll den Berner Gemeinderat zurückpfeifen und anordnen, dass die neu platzierten Verbotsschilder wieder an ihre früheren Standorte zurückgestellt werden.

Autofahrer suchen Erholung

Das Berner Tiefbauamt hat vor einigen Wochen die Fahrverbotsschilder von ihrem bisherigen Standort im Wald um 30 bis 50 Meter verschoben und längs der Turnierstrasse direkt am Waldeingang platziert. Damit will die Stadt das Parkieren am Waldrand unterbinden. Wer sein Auto trotzdem abstellt, muss mit einer Busse von 220 Franken rechnen.

Beschwerdeführer Peter Jenni, der sich gegen die versetzten Verbotsschilder wehrt, ist selber fast jeden Tag im Könizbergwald. Er bekämpfe keineswegs das Fahrverbot im Wald, betont er gegenüber dieser Zeitung. Und er wolle auch keine Langzeitparkplätze für Pendler im Wald ermöglichen. «Aber ich möchte, dass Pilzsammler, Sportler und Spaziergänger weiterhin ihr Auto für kurze Zeit abstellen können.» Er schätzt, dass bisher täglich rund 100 Autofahrer an den Waldeingängen parkiert haben, um sich im Wald zu erholen.

Handkehrum beklagt sich die Berner Burgergemeinde, welcher der Wald gehört, dass die Autos häufig den Fahrzeugen der Forstarbeiter den Weg versperrt und die Waldbewirtschaftung behindert hätten. Doch Peter Jenni lässt dieses Argument nicht gelten. «An der Turnierstrasse hat es so breite Waldeinfahrten, dass auch grössere Traktoren ungehindert an den abgestellten Autos vorbeifahren können», sagt Jenni. Er verlangt in seiner Beschwerde beim Regierungsstatthalter ausdrücklich, dass die Verbotstafeln nur an jenen Stellen verschwinden, wo abgestellte Fahrzeuge den Forstbetrieb nicht behindern. Zudem findet er, dass die Burgergemeinde rechtzeitig Signale oder Absperrungen aufstellen könne, wenn sie die Zufahrten für ihre Fahrzeuge brauche.

Keine Kurzzeit-Parkplätze

Bis Ende Oktober müssen der Berner Gemeinderat und die Burgergemeinde Stellung zu Jennis Beschwerde nehmen. Ihre Haltung haben sie bereits kürzlich in dieser Zeitung dargelegt: Weder die Stadt noch die Burgergemeinde wollen an den Waldrändern Kurzzeitparkplätze für Erholungssuchende anbieten. Das Waldgesetz hält zudem fest, dass das Befahren von Waldstrassen und somit auch das Parkieren im ganzen Waldgebiet verboten ist.

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