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Warum die Bernaqua-Decke noch immer nicht repariert werden kann

Der Deckensturz im Bernaqua hat rechtliche Folgen. Neben einem strafrechtlichen läuft auch ein zivilrechtliches Verfahren. Deshalb verzögert sich die Instandsetzung der Decke.

Bild eines bestellten bzw. verwendeten Hängers.
Bild eines bestellten bzw. verwendeten Hängers.
Empa
Linker Teil des Bildes: Querschnitt gemäss Plan der Decke an ihrem seitlichen Rand mit Ausbildung des Lüftungskanals. Die in Bild rechts eingerahmte Ecke wurde effektiv durch Falten der grünen Gipskartonplatte ausgebildet.Rechter Teil des Bildes: Blick von oben auf die abgehängte Decke mit Verteilbalken, schwarzen Stahlprofilen und senkrecht hineingreifenden Abhängern sowie dem Lüftungskanal am Seitenrand
Linker Teil des Bildes: Querschnitt gemäss Plan der Decke an ihrem seitlichen Rand mit Ausbildung des Lüftungskanals. Die in Bild rechts eingerahmte Ecke wurde effektiv durch Falten der grünen Gipskartonplatte ausgebildet.Rechter Teil des Bildes: Blick von oben auf die abgehängte Decke mit Verteilbalken, schwarzen Stahlprofilen und senkrecht hineingreifenden Abhängern sowie dem Lüftungskanal am Seitenrand
Empa
Die Gäste warten im Westside.
Die Gäste warten im Westside.
Marc Mischler, Leserreporter
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Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat am Freitag ihre Expertise zum Deckensturz im Erlebnisbad Bernaqua publiziert. Demnach ist eine fehlerhafte Aufhängung der Unterdecke schuld am Absturz der Decke.

Sollte sich die Ergebnisse der Expertise erhärten, wird die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland prüfen, wer für die von den Experten aufgezeigten Mängel verantwortlich ist. Beim Verdacht der Verfehlungen gegen die anerkannten Regeln der Baukunde stehen Planungs- und/oder Montagefehler im Vordergrund. Zudem wird das Verfahren wegen einer verletzten Person auch unter dem Aspekt der fahrlässigen Körperverletzung geführt. Das ist der strafrechtliche Aspekt.

Reparatur wäre möglich

Diese Abklärungen erfolgen unabhängig von einer allfälligen Sanierung der Decke. Seit der Freigabe der Unfallstelle durch die Staatswanwaltschaft vom 20. Mai 2011 ist eine Reparatur möglich. Soweit ist es aber noch nicht gekommen. Der Grund: Der Totalunternehmer Arge TU Westside und die Eigentümerin Neue Brünnen AG befinden sich in einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung.

Der für den Bau verantwortliche Totalunternehmer Arge TU Westside hat beim beim Handelsgericht Bern vorsorgliche Beweisaufnahmen verlangt. Zudem hat das Unternehmen die Migros-Tochter Brünnen AG auf Schadenersatz verklagt.

Möglich ist, dass die nun im strafrechtlichen Verfahren vorliegende Expertise zu einer beschleunigten Sanierung beitragen kann. Ob dies der Fall ist, werden indes die im Zivilrechtsstreit beteiligten Parteien nach Studium der Expertise entscheiden müssen.

Am weiteren Verfahren wird sich die Neue Brünnen AG als Privatklägerin beteiligen, wie sie am Freitag mitteilte. Auch sie verlangt Schadenersatz. Dem Unternehmen seien seit dem Unfall Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe entgangen.

Die Rhomberg Bau AG, die im Namen der Totalunternehmung für die Kommunikation in Sachen Westside zuständig ist, hat bis jetzt nicht auf die Anfrage von Redaktion Tamedia reagiert.

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