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Was läuft denn hier?

Exotenalarm im Marzili: Am Dienstagabend sichtete ein Leser ein mysteriöses Tier. Machen sich in Bern etwa Erdmännchen breit?

Echt oder Fake? Das seltsame Tier im Marzili. Wie sich herausgestellt hat, ist das Video Fake.

Hinweis der Redaktion: Das exotische Tier im Berner Marzili existiert nicht. Das Handy-Video, mit dem durchs Marzili hüpfenden Tier, wurde von einem Essens-Lieferservice für einen PR-Gag am Computer erstellt. Die Betreiber haben sich am Dienstag geoutet. Wir entschuldigen uns bei alle Lesern, dass wir am Freitag, trotz aller Skepsis, dem verfrühten Aprilscherz aufgesessen sind.

Diesen Text hatten wir am Freitag, 31. März, zum Video veröffentlicht:

Marco Bianchi staunte nicht schlecht, als er am frühen Dienstagabend auf dem Nachhauseweg beim Marzili ein seltsames Tier sichtete. «Es stand völlig aufrecht und guckte umher», erzählt er. «Weil ich das so noch nie gesehen hatte, filmte ich das Tier mit dem Handy.» Als er sich nähern wollte, sei es aber über die Strasse davongehopst.

Er habe keine Ahnung, was es für ein Tier gewesen sein könnte, sagt Bianchi. Auch seine Kollegen seien ratlos. «Die Spekulationen reichten von einer Katze über einen Dachs bis hin zu einem Marder.»

Der stellvertretend Leiter des Tierparks Dählhölzli, Jürg Hadorn, sagt auf Anfrage, dass es sich bei dem Tierchen vom Aussehen her am ehesten um ein Erdmännchen handeln dürfte. Dass ein solches aus dem Dählhölzli entwichen sein könnte, ist allerdings unmöglich: Der Tierpark hält keine Erdmännchen. Auch sei ihm kein privater Halter der exotischen Tiere bekannt. Ohnehin ist Hadorn skeptisch: «Für ein Erdmännchen ist der Gang ziemlich untypisch.»

Echt oder Fälschung?

Lebt tatsächlich ein Erdmännchen in Bern? Oder hat sich Marco Bianchi einen verfrühten Aprilscherz erlaubt und das Tierchen animiert? Lionel Bloch von ForenTec sieht nach grober Prüfung des Filmchens keine eindeutigen Hinweise auf eine Fälschung. Seine Firma ist auf die forensische Auswertung digitaler Daten spezialisiert. «Allerdings sind gut gemachte Fälschungen auch für Profis nur mit grossem Aufwand als solche erkennbar.»

Das 2012 veröffentlichte Video beispielsweise, in dem ein Adler ein Kleinkind zu schlagen versucht, wurde erst eindeutig als Fälschung enttarnt, als sich die Macher zu Wort meldeten.

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