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Wegen Formel-E: Berner Umwelttag verschoben

Der Umwelttag und das Formel-E-Rennen finden nicht am selben Tag statt.

Die Elektroboliden rasen nicht am Berner Umwelttag durch die Hauptstadt.
Die Elektroboliden rasen nicht am Berner Umwelttag durch die Hauptstadt.
Sabina Bobst

Ein Formel-E-Rennen und ein Umwelttag – geht das zusammen? Diese Frage beschäftigte die Organisatoren des traditionellen Berner Umwelttages in den letzten Wochen. Denn die Anlässe fallen beide auf den 22. Juni 2019. Nun ist klar, wie die Antwort ausfällt: Der Umwelttag wird um eine Woche auf den 29. Juni verschoben. So steht es im Veranstaltungskalender der Stadt Bern.

Einhelliger Entscheid

«Wir haben mit allen beteiligten Akteuren aus den Quartieren Gespräche geführt und sind uns dann einig geworden, den Umwelttag um eine Woche zu verschieben», sagt Adrian Stiefel, Leiter des städtischen Amtes für Umweltschutz. Sein Amt, konkret die Nachhaltigkeitsfachstelle namens Lokale Agenda 21, koordiniert den Umwelttag. Der Tag des Formel-E-Rennens solle ganz im Zeichen der Elektromobilität ­stehen. «Eine Woche später werden wir uns dann anderen Umweltthemen widmen», hält er fest.

Der Stadt Bern als Austragungsort sei es wichtig, dass am Renntag auch die Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität thematisiert würden. «Wir stehen diesbezüglich in Kontakt mit dem Veranstalter», so Stiefel. In welcher Form diese Informationen für die interessierte Bevölkerung aufbereitet werden sollten, sei noch offen.

Ideologisch aufgeladen

Parteivertreter aus dem Mitte-rechts-Spektrum und auch Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) hätten eine Verknüpfung der beiden Anlässe begrüsst, wie sie vor zwei Monaten gegenüber dieser Zeitung festhielten. Anders sieht es im linken Lager aus.

Ein Knackpunkt ist dabei die ideologisch aufgeladene Frage, wie nachhaltig ein Autorennen ist, dessen Wagen zwar mit elektrisch betriebenen Motoren ausgestattet sind, die Austragung jedoch einer logistischen Herkulesaufgabe gleichkommt. SP und Grüne finden jedenfalls, der Grossanlass sei alles andere als nachhaltig.

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