Weitere 24 Millionen Franken für das Schulwesen in Lyss

Lyss

Nicht nur in das Schulhaus Grentschel, auch in das Schulhaus Stegmatt wird invesitert. Das Parlament genehmigt den Kreditantrag.

Das Schulhaus Stegmatt soll saniert werden. (Archivbild)

Das Schulhaus Stegmatt soll saniert werden. (Archivbild)

(Bild: Corinne Aeberhard)

Simone Lippuner

Erst ein Monat ist seit dem letzten Entscheid über ein Grossprojekt vergangen: Im Mai befanden die Lysser an der Urne über die Erweiterung des Schulhauses Grentschel. Kostenpunkt: 16 Millionen Franken. Am Montag genehmigte das Parlament die nächsten Millionen für das Schulwesen – die Sanierung des Schulhauses Stegmatt für 24 Millionen Franken steht an. Gemäss Gemeinderat Rolf Christen (BDP) ist es einer der grössten Kreditanträge, über die das Parlament je zu befinden hatte.

«Ein happiger Batzen»

Zu sanieren gibt es in der über 60-jährigen Schulanlage, die unter Denkmalschutz steht, einiges. Undichte Fenster, Lecks in Wasserleitungen, die Geländer und die Böden sowie die technischen Anlagen müssen erneuert werden. Es wurde geprüft, ob anstelle der Sanierung ein Neubau infrage käme. Dies ist gemäss Denkmalpflege aber nur möglich, wenn die Sanierung mehr kosten würde als ein Ersatzbau. Dieser würde in der Stegmatt jedoch mit rund 32 Millionen Franken zu Buche schlagen.

«24 Millionen sind ein happiger Batzen, und er wird uns lange beschäftigen», sagte Rolf Christen am Montag. Doch sei es gut investiertes Geld. Daran zweifelte auch das Parlament nicht. Von einem «guten Preis-Leistungs-Verhältnis» sprach Katrin Meister (SP). Teuer sei es nur geworden, weil man jahrzehntelang nichts saniert habe. EVP, SVP, FDP und BDP sprachen sich ebenfalls für den Kredit aus.

Einzig die GLP beäugte das Unterfangen kritisch. Man störe sich daran, erläuterte Yannick Hauser, dass aufgrund des Denkmalschutzes nicht optimal auf die Bedürfnisse der Schüler eingegangen werden könne. Dies zum Beispiel bei der Grösse der Klassenzimmer.

Das Parlament genehmigte den Kredit mit 30 zu 2 Stimmen. Im Herbst wird die Bevölkerung darüber befinden. Die Bauarbeiten sollen im März 2020 starten und werden zwei Jahre dauern.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt