Weko soll Berner Stromdeal unter die Lupe nehmen

Bern

Der Stromdeal zwischen Bernmobil und EWB wird möglicherweise ein Fall für die Wettbewerbskommission. SVP-Stadtrat Beuchat reichte eine Aufsichtsbeschwerde bei der Weko ein.

Die Stadtregierung möchte Bernmobil zum Stromkauf bei ewb verpflichten.

Die Stadtregierung möchte Bernmobil zum Stromkauf bei ewb verpflichten.

(Bild: Nicole Philipp)

Die Schweizer Wettbewerbshüter sollen den geplanten Stromdeal zwischen den Stadtberner Verkehrsbetrieben Bernmobil und lokalen Stromversorger Energie Wasser Bern (ewb) untersuchen. Die Berner Stadtregierung strebt eine strategische Rahmenvereinbarung zwischen den beiden Unternehmen.

Bernmobil hat bisher Strom im Wert von rund 2 Millionen Franken pro Jahr bei ewb bezogen. Der Vertrag soll nicht mehr automatisch verlängert werden. Der Bernmobil-Verwaltungsrat hat beschlossen, den Auftrag auszuschreiben. Sowohl ewb wie Bernmobil sind ausgelagerte Betriebe der Stadt Bern.

Die Stadtregierung ihrerseits möchte Bernmobil zum Stromkauf bei ewb verpflichten. Zu diesem Zweck soll die Rahmenvereinbarung geschlossen werden. Mit ihr, argumentiert SVP-Stadtrat Henri-Charles Beuchat, würde die Stadt eine Ausschreibung umgehen.

Beuchat ist deshalb mit einer Aufsichtsbeschwerde an die Wettbewerbskommission gelangt, wie er am Donnerstagabend mitteilte. Auf einzelne Bernmobil-Verwaltungsräte soll gemäss Beuchats Eingabe zudem Druck ausgeübt worden sein.

sih/sda

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