Weniger tote Wildtiere auf Berner Strassen

Seit auf rund 30 Strassenabschnitten im Kanton Bern neuartige Reflektoren angebracht sind, sterben weniger Tiere.

<b>Weil Strassenpfosten mit Wildreflektoren</b> ausgerüstet wurden, sterben nun weniger Tiere auf Berner Strassen (Symbolbild).

Weil Strassenpfosten mit Wildreflektoren ausgerüstet wurden, sterben nun weniger Tiere auf Berner Strassen (Symbolbild).

(Bild: iStock)

Philippe Müller

Es ist eine Zahl, die den Handlungsbedarf mehr als deutlich machte: Mehr als 3500 Zusammenstösse mit Wildtieren wurden im Jahr 2015 auf Berner Strassen registriert. Am häufigsten waren dabei Kollisionen mit Rehen, aber auch Füchse, Hasen, Rothirsche und Wildschweine liefen regelmässig vor Autos.

In der Folge taten sich der kantonale Jägerverband, die Berner Wildhut, das Tiefbauamt sowie die Mobiliar-Versicherung zusammen und stellten ein Pilotprojekt auf die Beine:

Auf 20 Strassenabschnitten, auf denen zuvor auffallend viele Kollisionen mit Tieren passiert waren, wurden die bestehenden schwarzweissen Strassenpfosten zusätzlich mit verschiedenen blauen Wildreflektoren ausgerüstet. Sie reflektieren das Licht der herannahenden Autos zurück auf die Wiese oder in Richtung Wald. Das Ziel war die Abschreckung von Wildtieren.

2020 fällt Entscheid

An den 18000 Franken für die Reflektoren beteiligten sich die Mobiliar mit 10000 und die Jäger mit 8000 Franken. Das erste Fazit fällt positiv aus, wie der Kanton Bern gestern mitteilte: Auf über einem Drittel der Teststrecken konnte die Anzahl Wildunfälle um mehr als 60 Prozent gesenkt werden, auf weiteren zehn Abschnitten betrug der Rückgang mehr als 25 Prozent.

Auf acht Strecken trat keine Veränderung auf. Für die Auswertung wurden neben den 20 neu ausgerüsteten Strecken auch 11 Strassenabschnitte berücksichtigt, die bereits zuvor mit Reflektoren ausgestattet waren.

Im Frühling 2020 will der Kanton entscheiden, ob weitere Strecken mit den Reflektoren ausgerüstet werden.

Berner Zeitung

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