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Wenn der Misserfolg seine guten Seiten hat

Zur Wahl in den Berner Gemeinderat hat es neun Kandidierenden nicht gereicht. Sie schnitten jedoch durch den gesteigerten Bekanntheitsgrad bei den Stadtratswahlen umso besser ab.

Die erfolglosen Gemeinderatskandidaten hatten trotzdem Grund zur Freude.
Die erfolglosen Gemeinderatskandidaten hatten trotzdem Grund zur Freude.
Der neue Berner Gemeinderat: Reto Nause (CVP), Ursula Wyss (SP), Alexander Tschäppät (SP), Franziska Teuscher (GB) und Alexandre Schmidt (FDP) (von links).
Der neue Berner Gemeinderat: Reto Nause (CVP), Ursula Wyss (SP), Alexander Tschäppät (SP), Franziska Teuscher (GB) und Alexandre Schmidt (FDP) (von links).
Tanja Kammermann
...bei der CVP ware es Beatrice Wertli...
...bei der CVP ware es Beatrice Wertli...
Haldemann/zvg
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Gemeinderatskandidatin Tania Espinoza Haller etwa wurde mit Bestergebnis bei der Grünen Freien Liste in den Stadtrat gewählt. Sie erzielte fast 1500 Stimmen mehr als der zweitplatzierte Daniel Klauser.

Bei den Grünliberalen schwang Gemeinderatskandidat Claude Grosjean obenaus, allerdings nur hauchdünn. Bei der SVP lagen die beiden Gemeinderatskandidaten Rudolf Friedli und Beat Schori klar voraus. Schori hatte allerdings bereits am Sonntag erklärt, er werde das Amt als Stadtrat nicht antreten.

Ebenfalls gut schnitt SVP-Gemeinderatskandidatin Karin Hess-Meyer ab, die noch vor wenigen Monaten kaum jemand kannte. Sie erhielt bei den Stadtratswahlen am Sonntag mehr Stimmen als der landesweit immer wieder für Schlagzeilen sorgende SVP-Hardliner Erich Hess.

Bei den Freisinnigen schwang Gemeinderatskandidat Bernhard Eicher obenaus, bei der CVP ware es Beatrice Wertli und bei der EVP Matthias Stürmer.

Bekannter Name hilft nicht immer

Doch ein bekannter Name hilft nicht immer, das musste auch Marc Hayoz von den Grünliberalen erfahren. Er kandidierte zwar nicht für den Gemeinderat, hatte aber als Sohn der abtretenden Stadtberner Finanzdirektorin Barbara Hayoz eine gewisse Bekanntheit erlangt. Er landete jedoch nicht auf den vorderen Plätzen seiner Liste.

Den Einzug ins Berner Stadtparlament auch nicht geschafft hat Marigona Isufi, die national und international Schlagzeilen machte als Delegierte bei den Vereinten Nationen in New York, wo sie die Schweizer Jugend vertritt.

Die Wahl knapp verpasst hat auch ein bekannte Gesicht der Solarbranche, Urs Muntwyler. Er kann sich aber immerhin damit trösten, dass er seit diesem Herbst Mitglied des Berner Kantonsparlaments ist.

Nachrutscher

Die Stadtberner Wahlen vom Wochenende haben Auswirkungen weit über die Stadtgrenzen hinaus. So werden im Nationalrat gleich zwei Sitze frei, jener von Urusla Wyss (SP) und jener von Franziska Teuscher (GB), die beide die Wahl in die Berner Stadtregierung schafften. Für sie rutschen Nadine Masshardt (SP) und Aline Trede (GB) nach.

Das heisst dann wiederum, dass Masshardts Sitz im Berner Kantonsparlament und Tredes Sitz im Berner Stadtparlament frei werden. Auch hier wird es «Nachrutscher» geben.

SDA/js

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