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«Wir haben Skywork unterstützt»

Die Fluggesellschaft Skywork verzichtet ­wegen des Nebels künftig auf Abendflüge im Winter. ­Flughafendirektor Mathias Gantenbein hat Verständnis für diesen Schritt.

Mathias Gantenbein, Direktor vom Flughafen Bern-Belp.
Mathias Gantenbein, Direktor vom Flughafen Bern-Belp.
Iris Andermatt

Derzeit ist es über 30 Grad warm. Hat die Hitze Auswirkungen auf den Betrieb am Flug­hafen Bern-Belp?Mathias Gantenbein:Auswirkungen hat sie in dem Sinn, dass unsere Mitarbeitenden viel trinken und sich wenn möglich am Schatten aufhalten sollten. Aber der Betrieb läuft nach Plan. Die Flüge sind pünktlich.

Der Flughafen ist also ­sommertauglich. Aber ister auch ­wintertauglich?Er ist wintertauglich. Aber an den Randzeiten gewisser Tage haben wir wegen der Nebelsituation Herausforderungen mit der Erreichbarkeit.

Sie können den Entscheid der Fluggesellschaft Skywork also nachvollziehen, dass sie in ­diesen Abendstunden künftig auf Flüge verzichtet?Die Flugplanung liegt im Ermessen der Fluggesellschaften. Aber ich kann die Gründe nachvollziehen, die zu diesem Entscheid geführt haben.

Aus Sicht der Airline fehlt inBelp ein wintertaugliches ­Anflugverfahren.Wir versuchen natürlich, die bestmöglichen Rahmenbedingungen bereitzustellen. Gleichzeitig gibt es regulatorische Bedingungen, an die wir gebunden sind. Die Problematik ist seit 2010 allen Flughäfen und Fluggesellschaften in der Schweiz bekannt. Damals beschloss das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), dass Piloten auf einer Höhe von 150 Metern die Piste oder die Anflugbefeuerung sehen können müssen, damit sie auf einer Sichtflugpiste wie in Bern, Lugano oder St. Gallen landen dürfen.

Ist diese Bestimmung zu streng?Technisch wäre es möglich, diese Entscheidungshöhe herabzusetzen. Wir suchen Wege, wie wir Verbesserungen oder Flexibilisierungen erreichen können. Das machen wir schon länger und werden dies auch künftig tun, so wie die anderen Regionalflug­häfen auch.

Skywork wirft Ihnen aber vor, Sie hätten zu wenig unternommen, um das Problem zu lösen.Wenn es solche Vorwürfe gibt, nehme ich sie gerne direkt entgegen. Aber es gibt keine ein­fachen Lösungen, alles ist voneinander abhängig. Wir haben eine Arbeitsgruppe mit allen Beteiligten eingesetzt, auch mit dem Bazl, und uns umfassend mit der Thematik befasst. Wir haben auch den Skywork-Vorschlag unterstützt, womit die Anflug­bedingungen hätten erleichtert werden können – unter Berücksichtigung der Sicherheitsstandards. Wir sind selber enttäuscht, dass er nicht umgesetzt werden kann. Aber die Arbeiten gehen weiter.

Nun stellt Skywork im Winter den Betrieb nach 19 Uhr ein.Hat das für Sie Auswirkungen?Das wird einen gewissen Einfluss haben. Aber wir müssen noch warten, bis wir den definitiven Winterflugplan von Skywork ­haben.

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