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Wirt muss 30'000 Franken abstottern

In der Jahresrechnung 2016 der Buvette des FC Kerzers klaffte ein Loch von rund 30'000 Franken. Der Wirt hat sich nun verpflichtet, das Geld zurückzuzahlen.

Mit einer offiziellen, von ihm unterzeichneten Schuldenanerkennung hat sich der Buvette-Wirt verpflichtet, 30 000 Franken in monatlichen Raten von 500 Franken zurückzuzahlen.
Mit einer offiziellen, von ihm unterzeichneten Schuldenanerkennung hat sich der Buvette-Wirt verpflichtet, 30 000 Franken in monatlichen Raten von 500 Franken zurückzuzahlen.
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An der ausserordentlichen Versammlung des FC Kerzers mussten die Mitglieder zum zweiten Mal über die Rechnung 2016 ­abstimmen: Da die Abrechnung der Buvette Fragen aufwarf, hatten die Mitglieder die gesamte Jahresrechnung zurückgewiesen und eine Überprüfung der Buvette-Finanzen durch eine Arbeitsgruppe verlangt. Das Fazit: Nach Abzug der Entschädigung an den bis­herigen Wirt hätte sich ein Gewinn von 30 000 bis 35 000 Franken ergeben sollen.

In der Rechnung war jedoch nur ein geringer Ertrag aufgeführt. «Wir nahmen an, dass es sich um einen buchhalterischen Fehler handelt», erklärte Vereinspräsident Eric Delley. Trotz mehrerer Diskussionen mit dem Wirt konnte nicht zweifelsfrei belegt werden, «ob es sich um eine mehr als fahrlässige Buchführung oder gar um eine Unterschlagung handelt».

Auf Strafanzeige verzichtet

Den Namen des bisherigen Buvette-Wirts will Delley nicht nennen: «Das ist heikel, und wir haben ja nur eine Vermutung, aber keine Beweise», sagte er. Auf eine Strafanzeige gegen den Wirt verzichtet der Vorstand. Es wurde jedoch eine Vereinbarung mit diesem getroffen: Mit einer offiziellen, von ihm unterzeichneten Schuldenanerkennung hat er sich verpflichtet, 30 000 Franken in monatlichen Raten von 500 Franken zurückzuzahlen.

Delley betonte an der Versammlung, dass es sich nicht um eine Schuldanerkennung, sondern um eine Schuldenanerkennung handelt. «Und wenn er nicht bezahlt, können wir ihn betreiben», so Delley. Nach diesen Ausführungen bewilligten die anwesenden Mitglieder die Jahresrechnung 2016 des FC Kerzers einstimmig.

In dieser Angelegenheit hätten sich der Vorstand und er als Präsident keine Lorbeeren verdient, erklärte Delley im Anschluss und übernahm die volle Verantwortung für den Vorfall. Deshalb stellte Delley sein Amt als Präsident per sofort zur Verfügung. Doch niemand stellte seine Position infrage. Und auch für die Buvette ist derweil gesorgt: Sandra und Silvio Wyden aus Gurbrü übernehmen die Leitung.

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