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Wirtschaft kritisiert einseitige Verkehrspolitik

Die Wirtschaftsverbände sehen sich von der rot-grünen Verkehrspolitik in der Stadt Bern übergangen.

Die Stadt erwägt, in der Unteren Altstadt Langzeitparkplätze für Anwohner aufzuheben, um Raum für den Wirtschaftsverkehr und «Quartieraufwertungen» zu gewinnen.
Die Stadt erwägt, in der Unteren Altstadt Langzeitparkplätze für Anwohner aufzuheben, um Raum für den Wirtschaftsverkehr und «Quartieraufwertungen» zu gewinnen.
Adrian Moser

Die aktuelle Verkehrspolitik von SP-Gemeinderätin Ursula Wyss zielt in erster Linie auf die Bedürfnisse von Velofahrern und Fussgängern ab. Darob sind die Wirtschaftsverbände der Stadt Bern nicht erfreut. Man akzeptiere, dass sich das Mobilitätsverhalten wandle, und auch gegen Verkehrsberuhigungen in Wohnquartieren habe man nichts. «Die Stadt darf aber nicht mit Spurreduktionen oder der Sperrung von Strassen die Lebensadern der Wirtschaft ersticken», sagt Bernhard Emch, Präsident der Sektion Bern des Handels- und Industrievereins (HIV).

Seit über drei Jahren führen die Wirtschaftsverbände Gespräche mit der Stadt, wenn es um die Verkehrsplanung geht. Als Ende letzten Jahres beinahe im Wochentakt Projekte für Verkehrsberuhigungen vorgestellt wurden, ohne dass die Verbände davon wussten, wollten diese die Gespräche mit der Stadt abbrechen, wie Emch erläutert. Die Drohung nützte.

Die Stadt will nun zügig ein paar Anpassungen zugunsten des Gewerbes vornehmen, wie aus einer Medienmitteilung vom Frietag hervorgeht. So erwägt die Stadt, in der Unteren Altstadt Langzeitparkplätze für Anwohner aufzuheben. Dies, um Raum für den Wirtschaftsverkehr zu gewinnen. Anwohner sollen ihre Autos künftig in nahen Parkhäusern abstellen. Thematisiert wird auch die Einführung von Gegenverkehr in der Kochergasse. Dies mit dem Ziel, die Amthaus- und Schauplatzgasse vom privaten Verkehr vom Casinoparking her zu entlasten. So gäbe es mehr Platz für den Wirtschaftsverkehr.

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