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Wo Argentinier in der Stadt Bern ihre Spuren hinterliessen

Heute Abend kämpft die Schweiz gegen Argentinien an der WM in Brasilien um den Einzug in den Viertelfinal. Gefeiert wird nach dem Schlusspfiff so oder so. Denn in Bern fiebern auch viele Argentinierinnen und Argentinier mit.

Der argentinische Fussballstar Lionel Messi trifft im Februar 2012 vor dem Hotel Schweizerhof in Bern ein.
Der argentinische Fussballstar Lionel Messi trifft im Februar 2012 vor dem Hotel Schweizerhof in Bern ein.
Perrine Bischof
Als die argentinische Nationalmannschaft am 29.Februar 2012 im Wankdorf spielte, logierte das Ensemble um Fussballgott Lionel Messi  im Hotel Schweizerhof. Für das traditionsreiche Berner Nobelhotel waren es besondere Tage. Von der Anreise am Montag bis zur Abreise am Donnerstag war der Schweizerhof quasi im Belagerungszustand. Mit Abschrankungen und Polizisten mussten Tausende Fans zurückgehalten werden. «Ich hatte  extrem viele Anfragen von Leuten, die zum Beispiel ein Autogramm von Messi wollten», sagte der  damalige Hoteldirektor Michael Thomann. Er  beschrieb Superstar Messi als sehr bodenständigen, dankbaren Gast. «Messi hat sich bei den Angestellten immer bedankt, wenn sie etwas für ihn gemacht haben. Er zeigte keinerlei Starallüren.»
Als die argentinische Nationalmannschaft am 29.Februar 2012 im Wankdorf spielte, logierte das Ensemble um Fussballgott Lionel Messi im Hotel Schweizerhof. Für das traditionsreiche Berner Nobelhotel waren es besondere Tage. Von der Anreise am Montag bis zur Abreise am Donnerstag war der Schweizerhof quasi im Belagerungszustand. Mit Abschrankungen und Polizisten mussten Tausende Fans zurückgehalten werden. «Ich hatte extrem viele Anfragen von Leuten, die zum Beispiel ein Autogramm von Messi wollten», sagte der damalige Hoteldirektor Michael Thomann. Er beschrieb Superstar Messi als sehr bodenständigen, dankbaren Gast. «Messi hat sich bei den Angestellten immer bedankt, wenn sie etwas für ihn gemacht haben. Er zeigte keinerlei Starallüren.»
zvg
Raul Bobadilla  wechselte 2012 von Borussia Mönchengladbach zu YB.  Der 27-jährige Argentinier ist ein kräftiger, torgefährlicher Stürmer. Im YB-Dress führte er 2012 zeitweise sogar die Torschützenliste der Europa League   an. Dennoch wurden viele YB-Fans nie richtig glücklich mit dem Heisssporn. Bobadilla gilt auch als undiszipliniert, unbelehrbar, manche behaupten gar, er sei   Gift für jedes Team. Der Argentinier fuhr mehrfach zu schnell, er fuhr betrunken, er wurde weit nach Mitternacht kurz vor einem Spiel im Casino gesehen.  Auf dem  Spielfeld schlug und trat er  seine  Gegenspieler. Immerhin: YB erhielt für den Argentinier 3,5 Millionen Franken Ablöse, als er Anfang 2013 zum FCB wechselte.
Raul Bobadilla wechselte 2012 von Borussia Mönchengladbach zu YB. Der 27-jährige Argentinier ist ein kräftiger, torgefährlicher Stürmer. Im YB-Dress führte er 2012 zeitweise sogar die Torschützenliste der Europa League an. Dennoch wurden viele YB-Fans nie richtig glücklich mit dem Heisssporn. Bobadilla gilt auch als undiszipliniert, unbelehrbar, manche behaupten gar, er sei Gift für jedes Team. Der Argentinier fuhr mehrfach zu schnell, er fuhr betrunken, er wurde weit nach Mitternacht kurz vor einem Spiel im Casino gesehen. Auf dem Spielfeld schlug und trat er seine Gegenspieler. Immerhin: YB erhielt für den Argentinier 3,5 Millionen Franken Ablöse, als er Anfang 2013 zum FCB wechselte.
Keystone
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Auch wenn das Wunder von São Paulo heute Abend eintrifft: Eine offizielle, von Behörden abgesegnete Freinacht gibt es in der Stadt Bern nicht. Aber: «Wir rechnen damit, dass die Schweiz Argentinien schlägt und anschliessend zur Festhütte wird», meint Marc Heeb, Leiter Orts- und Gewerbepolizei. «Wenn dieses Wunder passiert, soll es gefeiert werden.» Ab dem Viertelfinal verspricht Heeb für Bern Freinächte. Gefeiert wird eh, ob nun die Schweiz oder Argentinien gewinnt, denn in Bern leben auch viele Menschen aus Argentinien oder mit südamerikanischen Wurzeln, wie etwa der Weinhändler Martin Rauh oder die Doppelbürger Roberto und Jonathan Scheidegger. Auch Messi war schon hier und schoss am 29. Februar 2012 im Freundschaftsspiel gegen die Schweiz drei Tore (1:3).

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