YB-Plüschbären für einen guten Zweck

Bern

Am Mittwoch hat die erste Mannschaft der Young Boys im Wankdorf Center Plüschbären und Kinderbücher verkauft. Der Erlös geht den Arche-Fonds für krebskranke Kinder.

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Martin Bürki@tinubuerki27

Für einmal war vor den YB-Spielern nicht Ballgefühl, sondern Verkaufsgeschick gefragt: Die erste Mannschaft der Young Boys sammelte am Mittwoch im Wankdorf Center Geld für krebskranke Kinder, indem sie Plüschbären veräusserte. Die Aktion für den Arche-Fonds findet nicht zum ersten Mal statt: Letztes Jahr konnte YB dem Fonds insgesamt 33'000 Franken überreichen. Mit dem Geld wird den Kindern der Universitätsklinik des Berner Inselspitals, die an Krebs erkrankt sind, und deren Familien jährlich eine Woche begleiteter Urlaub ermöglicht.

Gesundheit wird zu wenig geschätzt

«Wenn man gesund ist, dann läuft es einfach. Man lernt seine Gesundheit erst schätzen, wenn man mal etwas hat», sagt Marco Wölfli. Der Torhüter, der wegen einer Achillessehnenverletzung gar die WM in Brasilien verpasst und seinen Stammplatz im YB-Tor verloren hat, weiss, wovon er spricht. «Auch wenn man meine Verletzung nicht mit Krebs vergleichen kann. Umso wichtiger finde ich es, einander zu helfen und für einander da zu sein. Mit dieser Aktion können wir einen kleinen Beitrag leisten.»

Den Spielern kommt die Abwechslung zum Trainingsalltag nicht ungelegen: «Meistens kommen die Fans zu uns, jetzt sind die Rollen einmal vertauscht und wir müssen auf die Leute zugehen», grinst Florent Hadergjonaj. Er bildet ein Zweier-Verkaufsteam mit Leonardo Bertone, beide Jahrgang 1994. Selbst früher Bären gekauft haben sie allerdings nicht. «Aber es ist eine tolle Sache, etwas für Kinder zu tun, denen es nicht so gut geht wie uns», findet Bertone.

«Für so eine Aktion lassen wir gerne ein Training aus», sagt auch Uli Forte. Dann unterbricht er das Interview, weil er zwei Passantinnen keinen Bären aufbinden, sondern ihnen einen verkaufen will. «Wo waren wir? Ach ja, Normalität ist meistens so, dass man gesund ist. Man darf aber nie vergessen, dass es auch Menschen gibt, die nicht so gesund sind wie wir. Diese Menschen gilt es zu unterstützen.»

Run auf Autogramme

Zusätzlich zum Verkauf der Teddybären haben die YB-Spieler und -Coaches auch Autogramme gegeben und für Fotos posiert. Der Andrang war gross, dementsprechend dürften auch die Verkaufszahlen zufriedenstellend sein. Allerdings steht eine Auswertung noch aus. Zudem findet die Aktion im Dezember noch zweimal statt (siehe Kasten), die Bären sind auch im YB-Shop für zehn Franken erhältlich.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

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