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Zentrum Paul Klee mit 20-prozentigem Besucherrückgang

Das Zentrum Paul Klee (ZPK) in Bern haben im vergangenen Jahr rund 20 Prozent Personen weniger besucht als im Jahr zuvor. Statt rund 186'000 Personen kamen nur noch etwa 150'000 Menschen. Mit tieferen Eintrittspreisen will das Zentrum nun Gegensteuer geben.

Das Zentrum Paul Klee hat im letzten Jahr weniger Besucher angezogen.
Das Zentrum Paul Klee hat im letzten Jahr weniger Besucher angezogen.
Nadia Schweizer

Die Tarife sinken vor allem für Familien und Studierende stark: um 35 bis 65 Prozent, wie der neue ZPK-Direktor Peter Fischer am Dienstag an der Jahresmedienkonferenz in Bern sagte. AHV-Bezüger kommen erstmals vergünstigt ins Museum.

Das reguläre Eintrittsbillett wird künftig 20 Franken kosten. Bisher bezahlte man als Erwachsener ohne Anrecht auf Vergünstigungen 18 Franken beim Besuch einer Ausstellung, 22 Franken beim Besuch von deren zwei. Das Preissystem wird also auch vereinfacht.

Einheimische ansprechen

Mit den neuen Tarifen will Fischer vor allem mehr Bernerinnen und Berner ins ZPK holen. National und international sei das ZPK gut etabliert. Einheimische kämen aber eher «spärlich» ins Zentrum, schreibt die Leitung in Presseunterlagen. Fischer hofft, die Mindereinnahmen mit mehr Eintritten kompensieren zu können.

Der Besucherrückgang im vergangenen Jahr geht unter anderem auf die Ausstellung «Klee meets Picasso» von 2010 zurück. Sie war ein Publikumsrenner. Die Zahl von 150'000 Besuchern im Jahr 2011 beruht erst auf Schätzungen. Die definitiven Zahlen liegen im Frühling vor.

Mystik im Mittelpunkt der Ausstellungen

Das neue Ausstellungsjahr wird das ZPK vor allem der mystischen Seite Paul Klees widmen. Geplant sind unter anderem die Ausstellung «Unheimlich: Hexen, Geister und Dämonen bei Paul Klee», eine Schau zu «Höheren Wesen» im Werk Klees und des Malers Sigmar Polke und gegen Jahresende einer Ausstellung zu Engeln.

Engel sind ein wichtiges Motiv im Werk des weltberühmten Berner Malers, nach dem das spartenübergreifende Haus in Bern benannt ist.

Bei der Musik setzt die ZPK-Leitung auf einen Zyklus mit dem Namen «Stimmen aus Europa». Aus fünf Ländern werden musikalische, literarische und spirituelle Werke präsentiert. Zudem widmet das Zentrum im Sommer dem US-amerikanischen Musiker John Cage ein Wochenende.

Mehr zur Zukunft im Frühling

Kunstmuseum Bern und das ZPK beauftragten im Mai des letzten Jahres den Basler Juristen Cyrill Häring, Formen der engeren Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Häusern zu prüfen. Die erste Phase von Härings Arbeit sei abgeschlossen, sagte dazu Peter Fischer am Dienstag. Die Öffentlichkeit werde im Frühling orientiert.

SDA/js

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