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Zu viel Teer für Kinder

Der Gestank von Teeröl im Kindergarten am Haspelweg liess einem Vater keine Ruhe. Nach Expertisen von Stadtbauten werden die Kinder nun in anderen Schulen unterrichtet und das Gebäude voraussichtlich abgerissen.

Der Kindergarten am Haspelweg zügelt im neuen Schuljahr für zwei bis drei Jahre in ein Gebäude an der Laubeggstrasse, nahe dem Rosengarten. Das Haus am Haspelweg wird abgerissen oder saniert wegen einer erhöhten Konzentration von Teeröl. Ein Vater, Biologe von Beruf, hatte im vergangenen Dezember an einem Elternabend einen verdächtigen Geruch wahrgenommen. Er vermutete den gesundheitsschädigenden Stoff Naphtalin und kontaktierte die Schulleitung. Wie die Zeitung «Bund» berichtete, haben die inzwischen ebenfalls eingeschalteten Stadtbauten (Stabe) Expertisen veranlasst und diese Vermutung bestätigt. In den Räumen bestand eine Konzentration von 31 Mikrogramm Naphtalin pro Kubikmeter. Erlaubt wären 20, die Weltgesundheitsorganisation WHO zieht die Grenze gar bei 10 Mikrogramm. Der Stoff ist möglicherweise krebserregend. Bis zu den Sommerferien gehen die Kindergärtler ins Bitzius-Schulhaus.

Die Stabe vermuten, dass der Kindergarten Haspelweg nicht das einzige Stadtberner Schulgebäude mit erhöhter Naphtalinkonzentration ist. Laut «Bund» wird die Stadt weitere Häuser untersuchen lassen, in erster Linie jene, die ebenfalls in den 50er- Jahren gebaut wurden.

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